Band 
Sechster Theil. Welcher dasjenige zu betrachten darstellet, was zum gesellschafftlichen Leben der Menschen gehöret.
Seite
58
JPEG-Download
 

18 Schau⸗Platz der Natur.

Sie lu, gen, die er dem Gemuͤthe deſſelbigen eig,

1 8 zupragen vorhat. 5 g ö

Bilder. Wir müſſen die zarte Kindheit nichvorbeygehen/ ohne etwas von der bekann-ten Frage zu erwaͤhnen, ob die Muͤtter ver;bunden ſeyen, ihre Kinder ſelbſt zu ſtillel!und ob ſie ohne deſſelbigen Schaden, unohne Verletzung ihres Gewiſſens dieseSorge einer fremden Mutter uͤbertragelkoͤnnen?

Ob die Unverheyrathete Leute halten dieſe Fra

Matter ge vor etwas ſeltſameß. Nach ihrem Ul5 l theile laufft ſie der geſunden Vernunfft zu-gen ſolle? wider; ſie ſolte nicht einmahl aufgeworffeh

werden, und nichts als eine wuͤrklich

Krankheit, oder eine andere unvermeidl

che Hinderniß ſolte die Mutter abhalten

ihrem Kinde die Milch zu reichen, die ſeſeinetwegen empfangen hat.

Hingegen die Eltern glauben befugt 0ſeyn, eine ganz andere Meynung zu haben,Ich will die vornehmſte Gruͤnde von belden Seiten anfuͤhren, damit Sie, mewehrteſter Cheballer, das Vergnuͤgen ha-ben, ſie gegeneinander zu halten, und dvernünfftigſte und nothwendigſte Mey nungzu erwaͤhlen. a„Die Mutter⸗iebe iſtein Werk der Vol,ſehung. Sie hat der Mutter dieſen he atigen Tried nur deswegen eingepraͤget, da,mit ſie vor die Erhaltung ihrer Leibe

Fruch