Vierte Unterredung. 69fü
bret hat, und well wir an alen DingenMangel leiden muͤſten wolferne alle Men-hen emander glich wären. DieſenPunet ſchärffet die Mutter inſonderheitain, nicht nur well ihn die Kinder ohneMuͤhe begreiffen, und ſeine Beweiſe nichtsanders als ergötzende Abblidungen ſind;ſendern auch weil er zum gewiſſen Mitteldienet, das Herz zu beugen, und ihme allenAnſat zum Ubermuthe und Stolz durchſolche Grunde zu benehmen, welche nichtdur auf der Billigkeit, ſondern auch auf
em eigenen Nutzen beruhen.
Wiewohl ihr die Religion lehret, daßalle Menſchen vermittelſt einer GoͤttlichenVerordnung, und durch weit heiligereBande als des Eigennutzes, miteinandervereinkget ſeyen; ſo richtet ſie ſich doch nachdem Begriffe der zarten Jugend. Diewichtigſten Grunde, warum wir uns un-zereinander als Bruͤder lieben muͤſſen, wer-
en auf die folgende Jahre verſpahret,
welche beſſer im Stande ſind, den Wehrtnd die Folgen der Lehre des Heyls ein-
zuſehen. Indem die Mutter ihre Unter-weiſungen nach der Faͤhigkelt ihrer Zuhoͤ-fer abmiſſet, verfaͤhret ſie auf gleiche Wel-ſe, als GStt gegen das menſchliche Ge-Uplecdt. Die erſten Lehren, welche daſſelbige bekame, lieſſen es in der Unvollkom-menheit, ſolange biß die Predigt des Evan-E 3 gelli
Die Un-terrich-tung derKinder.