0 Schau⸗Platz der Natur.
Die Un gell und die Gnade des Heylandes die Herterrich· zenfaͤhig gemacht hatte/ alle Wahrheiten zutung der faſſen
Kinder · Unſere Haus ⸗Mutter bekuͤmmert ſich
um alles, und wendet alles zum Vortheilan. Auf das allergeringſte Anzeichen el-nes ſtolzen oder wilden Gemuͤthes, verdoßpelt ſie ihre ſorgfaͤllge Anſtalten. Sitbeobachtet ſtilſchweigend die Gemuͤths“Beſchaffenheit ihrer Kinder auch in Klel-nigkeiten. Man giebt bey ihrem Spielen, und bey ſolchen Gelegenheiten auf ſiAchtung, da ſie ſich ganz allein zu ſeyn glaulben. Man machet ſie ſicher, um ihre Nelgungen zu erfahren, man berſchonet ſie abelmit Verweiſen, welche ihnen nur die Verſtellung angewoͤhnen, und ſie endlich gaunempfindlich machen wuͤrden. Die Multer weis ihre Reden und alles was zu Ih
rem Gebote ſtehet, auf ſolche Weiſe eil
zurichten, daß ſie vor dieſer oder jener Nelgung einen Abſcheu bekommen. Wanzum Beyſpiele ſie merket, daß ſie mit au,derer Leute Ungluͤck wenig Mittleiden tragen, oder wohl gar einen Anſatz zur Gralſamkeit zeigen, und ſich freuen, wenn ſtjemand Schaden zufuͤgen koͤnnen; ſo beemuͤhet ſie ſich durch ruͤhrende Erzaͤhlungeleine Leutſeeligkeit bey ihnen zu erweckenSie vermehret ihre natuͤrliche Härtigkenicht durch ſcharfes Begegnen, weil ſochn