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Sechster Theil. Welcher dasjenige zu betrachten darstellet, was zum gesellschafftlichen Leben der Menschen gehöret.
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Dieerzie-hung derTöchter

88 Schau · Platz der Tatur.

niß faſſet. Was darinn vorkommet, daskan von jedermann begriffen werden, undes erleuchtet das Gemuͤthe weit ſtaͤrker,als die Saͤtze aller Welt⸗Weiſen mitein-ander zu thun vermoͤchten. Dieſe ſindoͤffters mit ungewiſſen, ja gar irrigen Sa-chen vermiſchet. Hingegen das Evange-lium iſt angenehm zu hoͤren, und giebeteben ſo viele Lehren, als es Begebenheitenvortraͤget, indem ſolche nicht nur leicht zufaſſen ſind, ſondern auch den Luſt zum Gu-ten und den Abſcheu vor dem Boͤſen weltlebhafftiger elnpraͤgen, als eine trockene Le-bens⸗Regel zu thun vermag. Das Evan-gelium iſt in Wahrheit dasjenige Buch:welches Kleinen und Groſſen Verſtandund Welshelt giebet. Es iſt die allgemel-ne Vernunffts⸗Kunſt, weil man es ohn-moͤglich leſen kan, ohne richtig denken zulernen, und ohne zu Verbeſſerung ſeinerSitten angereitzet zu werden.

Es fehlet an Buͤchern nicht, welche aus-druͤcklich deswegen ſind geſchrieben wor-den, damit man aus ſelbigen der Jugendden Zuſammenhang der Geſchichte Altesund Neues Teſtamentes, und die GrundSaͤtze der Glaubens„Lehre beybringenkoͤnne. Dergleichen Übungen ſetzet maneinige Jahre fort, naͤhmlich ſo lange, biman genugſamen Nutzen verſpuͤhret, und

bib