Fuͤnffte Unterredung. 135
Vernunft, Wiſſenſchafft, und die groͤſeſteGeſchicklichkelt von der Welt. Hieher ge-dret, zum Beyſpiele, die Sorgfalt, alleTage Nachricht von der neueſten Ver-anderung in der Kleider⸗Tracht zu haben:ein richtiges Urtheil zu fällen, was vor Far-en einer Perſon am beſten ſtehen; an wel-chem Orte ein Land oder eine SchleiffeSebefftet werden müͤſſe; allezeit Schlag-her oder wohlriechende Eſſenzen aufden Nothfal bey ſich zu tragen; alle Hiſtoͤ-richen zu wiſſen, damit man ſich traget;über jedes Wort, das jemand entfaͤhret,eine groſſe Lob, Rede zu halten, und in ſel-bigem viele Scharfſinnigkeit und einen ver-dorgenen Verſtand zu finden, woran diePerſon nicht gedacht hatte; ſich in alleswas geredet wird zu miſchen, und es magich nun ſchicken oder nicht, endlich einenPpaß herausbringen; ohne Unterlaß aufie Bewegungen der Windfaͤcher zu lau-rn, und wenn einer auf die Erde faͤllet,wie ein Raub⸗ Vogel darauf zu fallen; beyorfallender Gelegenheit, die Hand mltem Rockſchoſſe recht genau bedecket, einemkauenzimmer zur Unterſtuͤtzung anbleten,das feſter auf ſeinen Fuͤſſen ſt, als der Ge-leitsmann ſelbſt; die landlaͤuffigen Com-mentir⸗Fuͤrmelgen, hin und wieder zuermehren und zu verbeſſern; die erſteNachricht von einer neuen Itatlaͤniſchen34 Can-
Dierzie-hung derSoͤhne.