— Vouͤnffte Unterredung. 163
des alten Teſtamentes, oder eines andern„Diedergleichen Buches leſen, und hernach das 9ſenige, was er davon behalten hat, auswen⸗ Sohne.g wiederhohlen. Der Nutzen waͤrenicht ſonderlich, woferne man ihm einStuͤck auswendig lernen, und hernach her-ſagen laſſen wolte, weil der Verſtand hie-bh wenig Antheil nahme. Wenn er ſichaber des Juſammenhanges der ganzen Ge-ſchichte errinnert, und ſelbigen ſogleich miteinen eigenen Worten vorkraͤget, ſo lerneter ſeine Gedanken in Ordnung bringen,und geſchickt ausdrücken, und üͤdet alſo ſei-nen Verſtand und ſeine Zunge zugleich.Er wird in beeden Stuͤcken immer groͤſ-ſere Fertigkeit erlangen, wenn er fortfaͤh-feeſſich zu üben. Es muß ihm dieses deſtoleichter fallen, well er weder Verdruß nochSchwierigkelten verſpühret. Man iſt miem zufrieden, wenn er es nur im alerge-ringſten trifft, und nur einiger maſſen zel-get, daß er etwas begreifen koͤnne. Er.bildet ſich ein, er mache es unverglelchlich,und man laͤſſet ihn bey dieſer Meynung.Gibt ihm der Vatter in dem Alter vonwolff biß dreyzehen Jahren das Linealder den Zirkel, nebſt den Anfangs⸗Gruͤn-880 Mathematick in die Hand, ſo kan10 eiche geſchickt werden, mit der Zeltutzüche Dlenſte zu leiten. Die Mathe-wallck lehret am alerdeulichſten, wie man0 2 2 einen