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Sechster Theil. Welcher dasjenige zu betrachten darstellet, was zum gesellschafftlichen Leben der Menschen gehöret.
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182 Schau- Platz der Natur.

Der menſchlichen Leibe heget das Aug deswegen

gtd der nacht die germaſte Verachtung gegen die

Stende. Haͤnde oder Füſſe, weil es ihnen zum Fuͤh-

6 rer dienen muß: noch wiederſezen ſich dle

Haͤnde und Fuͤſſe der Anfuͤhrung des Au-

ges, ſondern ſie bedienen ſich ſeiner Huͤlffe/

und ſuchen es im Nothfalle zu vertheidigen.

Gleichermaſſen ſind alle Glieder der Geſell-

ſchafft miteinander verbunden. Diejenigen,

welche die hoͤchſte Stellen bekleiden, koͤnnen

ohne den Beyſtand der allernledrigſten kei-

nesweges leben. Auf dieſe Weiſe ſtim-

met die Erfahrung abermahl mit dem Evan

gelio uͤberein, indem ſie beederſeits wegen

5 Liebe unſers 8 die Regel ur,

8 6 reiben was wir nicht wollen, da

. 20 uns wiederfahren ſolle, das ſollen wil

andern ebenfalls nicht thun; und wil

ſollen andere lieben wie uns ſelbſt!

weil wir alle, in der That Glieder eines einigen Leibes ſind.

Wit muͤſſen demnach den gemeinenHandwercksmann in Ehren halten, und volganzem Herzen lieben, well ſeine Arbeit unseiner ſehr verdrießlichen Muͤhe uͤberhebet/und zu Erhaltung unſeres Lebens nicht we-nig beytraͤget. Aber mit was vor Augeſollen wir die Muͤſſiggaͤnger anſehen, wache von uns verlangen, wir ſollen ſie auf da

beſte bedienen, ohne daß ſie uns zu 9

fallen eine Hand ruͤhren wolten? Sie 12

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