Achte Unterredung. 293
durch ſanfftmuͤthiges und geſetztes Bezei⸗Das Ge-en, uns ganz zu eigen machen wollen. ſinde.
0 2 7 7kernen ſie verſchwiegen, ordentlich und treu
zehn, ſo legen wir einen unwandelbarenwie Und zu unſerer eigenen Sicherhelt, wennir ihren Zuſtand auf elnen dauerhaffti-ſin Fuß ſetzen, und ſie als einen Theil un-rer Angehoͤrigen betrachten. Doch esird ihnen nichts vortraͤglicher ſeyn, alsGenn ſie ein ehrliches Gemuͤth an ſich bli-ahſlolſen. Die Ehrlichkeit kan ſich nie-wulle zeigen, ohne daß man ſie lieb ge-ingen muͤſſe: und ſie kan die Bedienkendab Gunſt bey ihrer Herrſchafft ſetzen,105 lie nicht weniger einen Antheil an ih-die rbſchafft gewinnen, als wenn ihnen0 Natur eln Recht dazu gegeben haͤtte.lläſere Bediente unterwerffen ſich un-lch Beſehlen auf ſolche Weiſe, daß ſieſie„denſelbigen ſogleich entziehen, wennglauben, ſie wären ungluͤcklich, oderder fanten hoͤher ſteigen. Sie ſind ih-in dee hwiulgen Dienſtbarkeit ohnerachtet,können That ungebunden, weil ſie es ſeynonen, ſo bald ſie nur wollen. DieſeEen danken verſüſſen nicht nur dem Bedien-kön ſein beſchwehrliches Leben, ſondern ſieen auch den Stolz oder den wunder-demo ſeines Herrn um ein zimiicheslieh ulgen. Denn er mag ſo voll Eigen-und Unachtſamkeit ſeyn, wie er will, ſoT 3 mer-