Band 
Sechster Theil. Welcher dasjenige zu betrachten darstellet, was zum gesellschafftlichen Leben der Menschen gehöret.
Seite
558
JPEG-Download
 

58 Schau-⸗Platz der Natur?:Die Er, ohne Unterſcheid, ja was noch aͤrger, of fzieh ung und mit Gewalt zum Versmachen anhal Id

lan, ken wolte.

Sons. Iſt ihr Ohr und ihre Zunge ſchon hih, nubung in laͤnglich an eine reine Sprache gewoͤhnee ſo kan man ihnen das Vergnügen woh 2n. Lonnen, was ſie an dem Leſen guter Dich⸗ Nter finden. Damit ſie einſehen, woralf deres mit dem Bau der Verſe, ſa auch m 11noch wichtigern Elgenſchafften derſelbige dankomme, kan man folgende Ubungen vor“ fenehmen, welche wenig Zeit erfordern, un) nukeinem zu ſchwehr fallen.. 1„Erſtlich zerleget man einige ſchoͤne Vel 10ſe, und laͤſſet ſie ſogleich muͤndlich wiede“ ezuſammſetzen. 8Jbweytens laͤſſet man einige Epithets unandere Zierrathen weg, und verlanget/ d 5Schöler ſolen die Lucke aus ihrem eig“ enen Kopfe fuͤllen. W 1Drittens laͤſſet man ſie ſowohl geſel, bſchafftlich, als jeden vor ſich, ein kleines fGedichte verfertigen/ wozu man ihnen de 10Stoff, nach Beſchaffenheit ihre Staͤrl. m.und Geſchicklichkelt giebet. Jedwedet ſu/chet ſein beſtes zu thun, wenn die Reihe al mihn kommet. Denn es muß eln jeder ebe 5denſelbigen Vers machen. Dieſer hal ieneinen guten Einfall, ſener kommet meinem andern zum Vorſcheine, der noch desdeſſer ſcheinet. Indem man ſie egen

an

—4