Sortſe⸗ aZung der kan. Daher ſey die neue, dle kuͤnſtliche
Buͤnſte.
116 Schau⸗Platz der Natur:haſpeln, daß ihnen niemand nachkommen
Muſick entſtanden, die ihre Verehrer ſelbſtteufelmaͤſſig ſchwehr nenneten; Unter-deſſen ſey alle dieſe neu eingeführte Hurlig-keit, wenn ſie gleich ohne Unterlaß vier-ſtimmig waͤre, und wie ein Waſſerſtromdaher rauſchete, woferne die Melodie feh-le, nichts anders als ein unverſtaͤndlichesSchwirren, ein Gecklinge ohne Thon.Sie geben ihre Meynung noch auf eineandere Weiſe zu verſtehen. Die Melo-
die, ſagen ſie, iſt bey dem Teyte den man
ausfuͤhren will, eben das was die Kleiderbey dem Lelbe ſind,, den man ſchmuͤckenwill; Gleichfalls verhaͤlt ſich die Voll-ſtimmigkeit zur Melodie, wle das Futterund die uͤbrige Zierrathen zum Kleide.Dieſe koͤnnen den Schnitt und die Artig-keit eines ſchoͤnen Kleides erheben, wennman ſie ſparſam anbringet, will man aberden Rock uͤber und uͤber beblechen, ſo ſie-het man nichts mehr von ihm. Vler hur-tige und lauffende Stimmen, ohne Melo-die, ſind vier Reihen Treſſeu, die man auf
einen Sack naͤhet. Die Bebraͤmung
macht den Sack nicht zum praͤchtigen Kleide, noch jene das Stuͤck zur ſchoͤnen Mu-ſick. Auf dieſe Weiſe iſt der Streit zwi-ſchen den beruͤhmteſten Componiſten i
dieſer Kunſt beſchaffen. Die