Vierte Unterredung- 117
Die Uneinigkeit zwiſchen unſern Con⸗ Sortſe-cert⸗Meiſtern iſt nicht geringer. Der tzung derHerr Gugnon welcher glaubet, die Mu⸗ Vuͤnſte.ſick ſey dazu gemacht den Menſchen auf-zumuntern, hat ſich eine Manier im Spie-len erwaͤhlet/ die er vor die bequemeſte haͤlt,die Zuhoͤrer in beſtandiger Aufmerkſam-keit und Verwunderung zu erhalten. Erſpielet mit ganz auſſerordentlicher Ge-ſchwindigkeit, und er behauptet, die Hur-tigkeit ſeines Fidelbogens leiſte dem ge-meinen Weſen elnen doppelten Dienſt,naͤhmlich er mache die Zuhoͤrer munter,und ziehe Violiniſten, die ſich vor keinemhapiere fuͤrchten. Dem Anſehen nach,koͤnnte er keine edlere und zureichendereGruͤnde zur Vertheidigung ſeines Ver-fahrens anfuͤhren als dieſe. 5 N
Herr Baptiſt hingegen, haͤlt es voreinen gefaͤhrlichen Hochmuth, wenn manalles wegſpielen wolte, oder woferne er die-ſer Geſchicklichkelt ja einigen Nutzen bey-miſſet, ſo haͤlt er ſie doch bey weitem nichtvor die Bahn zur Vollkommenheit.
f ach ſeiner Meynung heiſſet dieſes einige
ablechte Perlen mit erſtaunlicher Müge
ſche dem Grunde des Meeres heraus fi-
ner g da man doch Diamanten auf ebe-
1üerde finden koͤnnte. Er haͤlt ein
ſch ck deswegen nicht vor beſſer, wenn esrecklich ſchwehr zu ſpielen iſt, ſondernH 3 zle-