118 Schau⸗Platz der Natur.
Fortſe- ziehet dasjenige vor, was dem Fuhsrerwung der ganz gewiß wohlgefaͤllet. Er befleiſſigetKuͤnſte. ſich, wie er oͤffters ſaget, nicht ſolche Sluͤ-
cke zu ſetzen, daruͤber dem Spieler derAngſt⸗Schwelß ausbricht, noch welcheden Zuhoͤrer durch ihre Hurtigkeit in Er-ſtaunen, oder durch ihr Rauſchen in Be-taͤubung ſetzen, ſondern welche ihn ruͤhren,und ergoͤtzen. Er ziehet das auf ſeineMuſick, was man von der Dicht⸗Kunſtſaget. Es ſey nicht genug daß ein Ge-dichte ſchoͤn ſey, es muͤſſe auch annehmlichſeyn, und bey dem Zuhoͤrer alle Affeetenerregen, die man verlange. In dieſerAbſicht will er, der Klang der Inſtrumen-te ſoll gut gehalten, wohl gezogen, ange-nehm, afftetuos, und dem Et heben undNachlaſſen der menſchlichen Stimmeaͤhnlich ſeyn, indem er nichts thun ſolle alsihr nachahmen, und ſie verſtaͤrken. Sobald es aber an ein Gehacke und Lermenkommt, das einige Neulinge anrichten, ſolaufft er davon, als wenn es Kieſel⸗Stei-ne regnete, oder als wenn er in die Ju-den⸗Schule kaͤme! Ich erzaͤhle ſeine ei-gene Worte, ohne ſie mir weiter zuzueig-nen. Es gilt ihm gleich, von welchemLande, oder Componlſten ein Stuͤck her-komme, es mag Teutſch, Engliſch oderItaliaͤniſch ſeyn, das gilt ihm gleich. Be-ſindet er es ſchoͤn und angenehm, ſo ſpielter