Vierte Unterredung. 121
eine innerliche Uneinigkeit unter uns, wel⸗ Fortſeche noch in einen buͤtgerlichen Krieg aus⸗ zung derſchlagen werde. Man wird das Udel auf Vuͤnſte.
ſeine Rechnung ſchreiden, das er nicht ver-huͤtet hat. öOhnerachtet der Hitze womit derStielt fortgeſetzet wird, und ohnerachtetder Schwierigkeit einer von beeden Ma-nieren, den Sieges⸗Cranz zuzuſprechen,ſtehet es bey uns einen vernuͤnfftigen Mit-telweg zu erwaͤhlen, welcher dar inn beſte-het, daß wir es mit keiner Nation und mitkeinem Meiſter ins beſondere halten, ſon-ern aus der Einfuͤhrung dieſer ſchoͤnenunſt, aus der allgemeinen Gewohnheitaller Voͤlker, und aus dem Nutzen der Ge-budaff, ihren wahren Gebrauch beſtim-
en.Solte man nicht ſagen, wenn man den Nutzen
Urſprung der Muſick wiſſe, ſo wiſſe man der Mu-auch ihre Beſtimmung, und wahre Be, ſick.
ſchaffenhelt? Wozu ſie dienen koͤnne undſolle, das iſt biß auf den heutigen Tag nie-mahls verborgen geweſen. In dem al-erentferneſtem Alierthume, ſehen wir dieVlauge ſchon mit den GOttesdienſtlichenzerſammlungen vereiniget, ingleichenmit der Stifftung eines Verbuͤndniſſeszweyer Joͤlker, mit Begehung wichtigerWiegebendeiten, und mit dem Gedächenſeerdlenter Maͤnner. Daher kamen dieY 5 Ge-