Vierte Unterredung. 173.
licht fallen, wenn ſie dieſe einem jeden Fovtſe-
Auge leterliche Schrifft, ſo gar in unſere Nane
Tempel, und in öffentliche Verſamm⸗ Nüͤnſte.lungs⸗Saͤle ſetzen? Als Pabſt Adrian vl.in die Vaticaniſche Capelle trat, undle nackenden Bilder erbüͤckte, welche derünſtliche aber unbeſonnene Penſel einesberuͤhmten Mahlers dinein geſetzt hatte,ſogte er, es bedünke ihn, er käme in eineBadſtube. Die ſes hieſſe den Michel An-gels eines groſſen Unverſtandes beſchuldi-gen. Aber ein noch weit groͤſſerer Unver-ſtand iſt es, wenn wir vielen kauſend Ein-wohnern einer Stadt, die Frechheit deseydenthumes, und die Lebens⸗Art desgoldenen Welt⸗Alters vor das Geſichteſetzen. Dieſes iſt eige Scheifft, weichenichts anders ſaget, als die Erbarkeit un-ſerer Sitten, ſey eln undilliger Zwang:Es ware welt beſſer, wenn man ſich ausder Sclaverey der Ordnung und von demverdrietlichen Wohlſtande loßeiße: Mlteinem Worte, die geſunde Vernunfft fuͤh-u uns auf die Einfalt des erſten Welk-f ters, oder guf die Lebens⸗Art der Bra-
ilaner, und Patagons.
Posts li ſchwehr zu begreifen, wie dlegeſicle die Mablerey und Muſick im An-une einer ſo heilſgen Religlon als dieperfabellt, auf dergleichen Ausſchwelfungerfalen konnte, ohne den N enchen