Band 
Achter Theil. Worinnen der Mensch in Gesellschaft mit Gott betrachtet wird.
Seite
56
JPEG-Download
 

56 Schau⸗Platz der Natur.

Wie der des abgeforderten Gehorſams iſt die Auf⸗ ſchafMenſch er- loͤſung des anſcheinenden Wiederſpruches mach8 und zwiſchen der Hoheſt des Menſchen und ſei⸗ 0glich ſeh. nem Elende, Die Erfahrung ſtimmet mi Pun

Moſe uͤberein. Mir erkennen alle mitelu⸗ digunander, wozu der Menſch kraſt ſeiner Vor⸗ rungzuͤge, Wiſſenſchafft, Arbeit und Liebe zum UebeGuten tuͤchtig ſey. Dieſes iſt ſeine ſchoͤne lichk.Seite, dieſes ſind die treflichen Eigenſchaff⸗ verlolen, die er beſizet, und mit welchen wir uns ehembißhero mehr, als mit ſeinem Elende be⸗ wasſchaͤfftiget haben, in der Abſicht, die Be⸗ Molſchaffenheit zweyer ſo verſchiedener Dinge ge vedeſto deutlicher zu machen, wenn wir jed⸗ beanwedes ins beſondere betrachteten. Dieſe meneEintheilung geſchahe aber nur um des da⸗ Desraus entſpringenden Vorthelles willen: Sch

denn wir wuͤrden unſaͤglichen Verluſt da⸗ buͤhr

runter leiden, woferne wir bloß die Hoheit des?des Menſchen betrachten, und uns nicht ſes hhernach auch zu ſeinem Elende wenden nige

wollten. Wir verſpuͤhren alle an uns, daß Geſewir Kinder des Zorns, und daß unſere gu⸗ den:te Eigenſchafften gar gewaltig geſchwaͤchet den zſind, den wir verſpuͤhren ſo viele innerliche AbſiHinder niſſe und einen ſo gewaltigen Wie⸗ rinn

derwilen in uns, die Wahrheit und unſere WaPflichten zu erkennen, oder Gutes zu thun, derndaß wir ohne allen Zweifel Thell an der⸗ ſetz gelenigen Suͤnde nehmen, deren Strafe wir mittragen, indem wir gleich unſerm gemein⸗ auf d

chafft-