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Achter Theil. Worinnen der Mensch in Gesellschaft mit Gott betrachtet wird.
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Achter Theil. 199

2.——ruſalem, die heilige Stadt/ das Erbtheil

der zwoͤll Stämme, in dem Lande das

Git ihren Vaͤtern geſchworen hatte,

ſind die Sachen davon ſie alle Augenblicke

reden, ſa es iſt nicht zu laugnen, daß die

Voͤlker/ denen ſie ſchon bey drey tauſend

Jahren bekannt ſind, daruͤber lachen, wennſie ſo viel Weſens von einem Lande ma-chen hoͤren, das eine ſehr mittelmaͤſſigeGroͤſe hatte, ſo maucherley Anfaͤllen un-ter worfen war/ ſo ſehr zertheilet wurde,ja zuletzt gaͤnzlich, und dem Anſehen zufolge,auf ewig, verlohren gieng. Solle dieſesdas auserwaͤhlte Volk GOttes ſeyn?War es noͤthig ſo viele Wunderwerke zuthun, wenn die Iſraelſten ſonſt nichts alsein ohnmächtiges Volk ſeyn, und endlichgar eine Zerſtoͤrung von unendlicher Dauerausſtehen ſollten?

Vielleicht war die Abſicht GOttesanders beſchaffen. Woferne die Liebe derIſtaeliten gegen ein ſo mittelmaͤſſigesLand, von elner Verhelſſung oder hoͤhernEingebung herrüͤhret, ſo iſt es klar genug,GOtt ſey nicht Willens geweſen ein maͤch-tiges Volk aus ihnen zu machen, daß dieWelt unter ſein Joch zwingen ſolte. Wiemüſſen uns wegen ſeiner Abſichten bey ihmſelbſt befragen, und vielleicht koͤnnen wirſie aus dem Zuſammenhange der Bege-benheiten entdecken.

N 4 Gehet