Band 
Achter Theil. Worinnen der Mensch in Gesellschaft mit Gott betrachtet wird.
Seite
439
JPEG-Download
 

dienesha-on,eb-el-oild

dem

neneth,ge-

aͤrevilſ-ge-tewiebonjemſel-del-ra-berichtochti

e zuerf

ge-

Achter Theil. 439

Im Gegenthelle, ſo bezeuget ſeine Ver-zweiflung vielmehr unwlederſprechlich, wieſehr er von der Unſchuld ſeines Meiſtersuͤberzeuget war. Die Vorſtellung, daß erdas Blut des Gerechten verkaufet habe, iſtihm unertraͤglich; Er bezeugete ſeine Ver-zwelflung oder doch wenigſtens ſeine Reueoͤffentlich genug, indem er den Prieſterndas empfangene Geld wieder vor die Fuͤſſewarff. Hievon wurde der Toͤpfer⸗ Ackererkaufft, und zur Begraͤbniß⸗Stelle derPilgrimme gewidmet. Dieſer Acker be-kam den Nahmen Hakeldama, dgs iſt Blut-Acker. Dieſe Reue des Verrathers ver-nichtet allen Argwohn einer Betruͤgerey,und ſie wird durch ein ſehr bekanntes Denk-mahl beſtaͤttiget. Die Juden/ welche vonelnem Jahre zum andern nach Jeruſalemreiſen, erkennen die gemelnſchaffllche Be-graͤbniß⸗ Stelle der ihrigen⸗ weiche daſelbſtſterben. Sie koͤnnen die ganze Welt vondem Urſprunge des Nahmens benachrich-tigen, den die Evangeliſten dieſem Ackerbeylegen, und es erhellet aus allen und jedenUmſtaͤnden, wie genau und aufrichtig dieLeztern ſchrieben.

Man muß alſo geſtehen, JEſus ſey ge-ſtorben, ohne ſeinen Juͤngern den thoͤrich-ten Antrag zu thun, ſie moͤchten ſich docheinem Betruͤger zu llebe der uͤber ſie unduͤber die Religlon ſpottete, hinrichten laſſen.

Ee 4 Noch