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Bericht über die Armen-Erziehungs-Anstalt in Hofwyl, im Namen der zu Beaufsichtigung derselben niedergesetzen Commission / abgefasst von A. Rengger
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sich jedoch nach den Jahrszeiten, so daß im hohen Som»mer länger gearbeitet und eine bis anderthalb Stundenspäter zu Nacht gespeist, in den kurzen Wintcrtagen aber,eine bis zwey Stunden Unterricht vor dem Nachtessen ertheiltknrd. Die tägliche Dauer der Arbeit ist demnach im Durch-schnitte von zehn Stunden im Sommer, von neun Stun-den im Winter; das Marimum derselben aber von zwölf,und das Minimum von acht Stunden. Den größten Theildes Jahres hindurch wird zwey Stunden, während denWinter-Monaten aber drey bis vier Stunden des Tages Un-terricht ertheilt. Am Sonntage ist der ganze Morgentheils Andachts-Uebungen, theils dem Unterrichte gewid-met. Nach Tische wird der Unterricht noch während eini-gen Stunden fortgesetzt, und der übrige Theil des Ta-ges mit körperlichen Uebungen, Spielen oder Spazieren-gehen zugebracht.

Die Zöglinge der Armen-Anstalt werden aus derGesinde-Küche gespeist und erhalten, mit Ausnahme vonFleisch und Wein, die nämliche Nahrung wie die Hand-werker und die Knechte. Indessen treffen sie mit diesen niezusammen, sondern nehmen ihre Mahlzeiten entweder voroder nach denselben ein. Das Frühstück besteht aus Suppe,Gemüse, Milch und Brod; das Mittagessen und dasNachtessen aus den nämlichen Gerichten und Kartoffeln.Am Sonntage Mittags kömmt noch Fleisch hinzu. Wasserwird bey Tische keines getrunken. Das Brod besteht, jenach der Verschiedenheit der Gctreid - Preise, aus einem