ri7
Die Einnahme der Anstalt besteht größtentheils ausdem Arbeits-Ertrage der Zöglinge, mit Reichem die verschie-denen Zweige der Hofwylcr Land - und Haus - Wirthschaftim Hauptbuche debitirt werden und der am Ende desJahres aus dem Soll derselben in das Haben der Armcn-Anstalt übergetragen wird. Bey der Berechnung diesesErtrags wird eine Stunde Arbeit für die jüngsten Zög-linge zu '/2 Kreutzer, für die mittlern Alters zu 1 undfür die ältesten zu 1 ^ Kreutzer angeschlagen. Herr vonFellenberg hält dafür, daß dieser Anschlag eher zu hochals zu niedrig ist und ein Beleg / das er uns hiefür gab,scheint dieß zu bestätigen. Das Aehrenlesen ist bey weitemdie einträglichste Arbeit der Zöglinge, und doch verdienenste damit im Durchschnitte nicht mehr wie 3 Batzen des Ta-ges, Indessen mag auch Wohl einiges in den Ausgaben,lvie z. B. der Miethzins für die Wohnung, zu hoch ange-schlagen und dadurch Soll und Haben in's Gleichgewichtg^tzt seyn.
Nach diesen Erläuterungen heben wir die wichtigstenResultate aus den drey Jahres-Rechnungen aus. DieEinnahme der Armen-Anstalt für verrichtete Arbeit betrugim Jahr As Liv. 438 S.4 '/z,die, auf 8 ^ Köpfe ver-theilt , so viele nämlich, Wehrli für 2 Köpfe gerechnet, fürdas ganze Jahr anzunehmen sind, Liv. L3 S. 7 für denArbeitö - Ertrag eines Zöglings geben. Die Ausgaben die-ses Jahres betrugen Liv. 1155 S6^und nach Abzug vonWehrlis Arbeits-Ertrage, für den wir, wie gesagt, das