zur phön. Handlungsgeschichte. z6z
schändete Jungfrau! Auf.' fliehe nach Italien-")!aber auch da findest du keine Ruhe.
iz. Siehe, die Chal^äer, ein neulich bekannt ge-wordenes Volk, deren Land zuerst von den Astyriernbewohnbar gemacht"), und mit Eolonien aus dem'wüsten Arabien besehet worden, die sollen dich be-lagern und bist) vertilgen.
ig. Trauret, ihr Spanienfahrer! die Stadt, aufwelcher euer Wohlstand beruhece, ist zernichtet.
15-17. Siebenzig Jahre - 'J soll Tyeus m
seinem Schütte liegen, und vergessen seyn ^). Nach
die-
14) Von den phönieischcn Cokonien auf den italiänischenAnsein sehe man den irr.§. Diese Inseln waren nichtweit von Phönicier; entlegen, also ist es wahrscheinlich,daßviele Tarier bey dem Untergänge der Stadt dahin ihre Zu-'flucht genommen haben. Warum sie aber auch daselbst kei-ne Sicherheit und Schutz gefunden, kann man Nichtwissen.
1;) Lhaldaa wurde sehr oft vvm Fluß Enphrat über-'schwemmet; es war also in vielen Gegenden sumpfig, undkonnte nicht bewohnet werden. Wie man aber Grabenzog, ward cS eines der fruchtbarsten Länder der ganzenWelt.
16) Im Hebräischen wird hinzugesetzt: so lange einRönig leben mag. Die Worte sind deutlich, aber nie-mand weiß ihren Verstand.
> 7 ) Siebenzig Jahre sollen verfließen, ehe Tyrus sicherholen, und von neuem mit der ganzen Welt handeln-wird.Der wcitlaustige Handel, den Tvrus wieder bekommen soll,wird hier unter einem Gleichnisse vorgestellet, das dem Le-ser anfangs anstößig seyn muß: er wird eine Hurerey mitallen Völkern gcnenmt. Diejenigen, welche nicht den ge-ringsten Begriff von der Dichtkunst überhaupt, viel weni-ger von dem morgeulanüischen Geschmack in derselben ha-