Band 
Neun und dreyssigster Theil.
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Die Ligiiiste»verbinde» sichaufs neue /eu-er! ich mit ein-der.

Verfolg desKriegs.

Schlacht beyZvri.

Am i z März

Am 14 März

28. Buch. Heinrich der Vierte.

Die Liguisten fanden auch für dienlich, den Vereinigungseid von allen Kolle-gien und Innungen feyerlich ablegen zu lassen. Die Bürgerschaft, unter Anführungdes Prevot des Marchands und ihrer Kapitäne, machte den Anfang. Das Parlament,die Rechnungskammer, und alle andere obrigkeitliche Höfe folgten. Diese Carimoniegeschah öffentlich nach einer hohen Messe, mit den ausgezeichnetesten Bezeugungen derFrömmigkeit und Andacht. Als sich ein Gerücht verbreitete, der König habe die bessergesinnten Bischöfe und Erzbischöfe eingeladen, um ihre Rathschläge zu vernehmen, ließder Legat an alle Prälaten des Königreichs einen Umlauf ergehen, worinn er ihnen ver-bot, sich nach Tours zu begeben. Hingegen verordnete der König, alle diejenigen, diemit dem Legaten irgend einige Bekanntschaft machen würden, als Verbrecher der beleidig-ten Majestät zu behandeln. Er ließ es aber nicht, wie sein Vorgänger, bey blossen Edik-ten bewenden, sondern suchte ihnen auch durch die Waffen den gehörigen Nachdruck zugeben c).

Die kriegerischen Verrichtungen, waren durch den Winter nicht gehemmetworden. Hitzig daureten sie in allen Provinzen fort. Der König erlaubte sich so we-nig Ruhe, als dessen Stellvertreter. Nachdem er Maine und Normandie fast ganzbezwungen hatte, zog er in den ersten Tagen des Märzmonats gegen Paris. Mayennegieng ihm entgegen, und beide Heere trafen auf einander in der Ebene bey Ivri, ohn»weit Dreux. Mayenne war so, wie Ioyeuje bey Coutras, an Zahl der Truppen undan prächtigen Rüstungen Heinrichen weit überlegen: allein, männlicher Muth, geübteTapferkeit und Mäßigkeit, noch mehr aber die Gegenwart ihres Königs belebten die ge.genseitigen Truppen. Die Annäherung der Nacht verschob das Treffen bis auf den an-dern Tag. Heinrich brachte die Nacht in voller Thätigkeit und Unruhe zu, da unter-des seine Soldaten in zwey Dörfern bequem schlafen konnten; und beym Anbruch desMorgens gab er seine Befehle zur Schlacht. Man zeigte ihm, daß er bey seinen Anord-nungen keine Rücksicht auf den Abzug, im Fall eines schlimmen Ausgangs, genommenhabe. Reinen andern Abzug, als das Schlachtfeld ! versetzte er. Bey Besich-tigung der Feinde rührte ihn der Gedanke, daß so viele tausend Menschen, meistens vonEinem Volk, von seinen Unterthanen, im Begriff standen, sich blos seiner wegen dasLeben zu nehmen. Er konnte sich daher nicht enthalten, zu Gott zu seufzen, und nachdem öffentlichen Gebet, das die reformirten Prediger verrichteten, mit aufgehobenen Au-gen und Handen diese Worte laut zu sagen: „Du, 0 Herr! dessen göttliche Blicke durch„alle Verstellung dringen, der du mein Herz, und das Herz meiner Feinde bis auf den„Grund durchschauest, und der du alle menschliche Zufalle in deiner Gewalt hast; wenn„du siehst, daß meine Regierung deinen Ruhm und das Wohl deines Volks befördern„werde; wenn du weißt, daß ich keinen andern Ehrgeiz habe, als zu der Ehre deines hei-ligen Namens und zum Besten dieses Staats etwas beyzutragen; so begünstige, 0 gros-ser Gott, die Gerechtigkeit meiner Waffen. Wenn es dir aber gefallen hat, es anders„zu ordnen, oder wenn du siehst, daß ich zu der Zahl der Könige, die du in deinem Zorn„giebst, gehören sollte; so nimm mir mit der Krone das Leben. Laß es geschehen, daß„ich heute das Opfer deines heiligen Willens werde; mache, daß mein Tod Frankreich

" - „von

r) li,. 97. csp. 16 sq. Y.811 sqq. fqq. O-rnr/s IV Z. 1^.11. y. 175-204. Vergl.

I>. 98. 4. 5. 6. p. 8z6tqg. -ie pWe- Daniel Th. II. S. Z; U. ff. T. Z.

,vr IV i. y. 165 lqq. //-/?. Kor- x. 7,2 y. ioi -1 io.