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29. Buch. Ludwig der Dreizehnte.
162 8 führte, wurde erst durch widrige Winde aufgehalten, näherte sich aber endlich dem
gang des Kanals, als wenn er die königliche Flotte , die sich m Schlachtordnung ste"^angreifen wollte» Kaum hatte er aber sein schweres Geschütz einigemal abgefeuert, rzog er sich wieder zurück, und siegelte nach England. Die Rocheller hielten sich für rssrathen, und glaubt.«, dieser General mäste heimliche Befehle erhalten haben, kein ^,fechr zu wagen und Rochelle hülflos zu lassen» Andre meinten, er habe sich nicht well/wagen dürfen, ohne seine Flotte einem unvermeidlichen Untergang aufzustellen, und ss/zu spat gekommen, als daß er einen so wohl verwahrten Zugang mit guten Erfolg Hassangreifen und einen Damm durchbrechen können, den.man unerschütterlich zuZeit genug gehabt hatte»
Verkauf des Wahrend der langweiligen Emsperrung der Stadt Rochelle und seit dem
Kriegs i!l Lau-des vorigen Jahrs stand der Prinz von i^onde mit einer Armee in languedok, um dssgucdok. Betragen der dortigen Franzosen, die keine Katholiken waren, zu beobachten tind N.
Besitzthüiner wegzunehmen und zu verheeren. Die Herzoge von MontmoreN^
Epernon lind Vctttadour hatten sich nebst vielen Truppen mit ihm vereiniget,sich der Prinz zu Toulouse aufhielt, wo er zwey königliche Edikte wegen Erhöhung
des
Salzpreises und wegen Ernennung einer gewissen Anzahl von Schatzmeistern derdurch das Parlament wollte bestätigen lassen, erlangte er Nachricht von einer UnterNss'mung auf Montpellier, die schon feit langer als sechs Monaten im Werk gewesen ^und dem Herzog von Rokan beinahe das Leben gekostet hatte. ^
Ahtqeschla- Davro, Baron von Bretigm, ein Verwandter und GeneralquartiermE
generVersuch des Herzogs von Rohan, hatte sich eines Processes wegen nach Montpellier begebissHerz-, v. bey der Gelegenheit den Baron von Meelay, Kapitän bey dem dort in Besaht^vutpcllier!'Regiment Normandie, bereden wollen, die Stadt nebst der Citadelle ^
° Herzog von Rohan in die Hände zu spielen. LNeslay, erstaunt über diese
hei«
thung, verlangt Bedenkzeit, und entdeckt die Sache heimlich dein BefehlshaberStadt, Marquis von FoMs. Dieser fasset den Anschlag, durch diese Gelegenden Herzog von Rohan in die Citadelle zu locken und sich seiner Person zu versichssHzu welchem Ende Meslay in einen geheimen Briefwechsel mit Brengm trat und,»Uebergabe der Citadelle versprach. Rohan, im festen Vertrauen auf Meslay'sAm ry Jan. lichkeit, nähert sich der Stadt Montpellier Abends um achtUhr mit 5' bis 6ooo Mn"Brerignt führt den Vorderzug und tritt zuerst in die Citadelle, deren Zugbrücke er ss^dergelassen fand. Kaum war er mit ohngefähr dreissig Soldaten eingerückt, so fssss«in Ingenieur zu bald einen Strick, der die Brücke hielt, entzwey, wodurch die melss^die darauf standen, in einen Graben fielen, wo man sie vollends tod schoß, und zussss,auf die übrigen entfernter» Truppen feuerte, die sich sodann zurückzogen. Der Ed sBretigni und der Herr von Lourcrllon, sein Brlider , wie auch einige andre ^ .zleute und Lfficiere der Reformirten kamen bey dieser unglücklichen UnternehmungLeben. Sie vergrösserte zugleich das Mißvergnügen über das Betragen des Herzogs ^Urtheil öesRohan so sehr, daß das Parlament zu Toulouse, dem schon im Jahr 162Ü. die »«Parlaments tersttchung desselben aufgetragen war , und das von jeher in Verfolgung der Pcottszu Toulouse ten Ehre gesucht, das schreckliche Urtheil fällte, daß der Herzog, ohngeachtet aller!über den Her- Vorrechte und der Pairswürde, mit seinem Wappen auf den RichtplaH geschlech ^zog«. Rohair. gethaner öffentlichen Abbitte von vier Pferden zerrissen werden sollte. Dieses^