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29. Buch. Ludwig der Dreizehnte.
1628 einer Unterhandlung mit dem Kardinal zu trösten. Die Rocheller erboten sich,König um Verzeihung zu bitten, und nicht auf die Schleifung der Ludwigsschanzeder auf den Inseln R/ und Oleron angelegten Festungswerke zu dringen, wennsie nur in dem Genuß ihrer Freiheiten lassen und die Herzoge von Rohan undbrje, wie auch die Städte in Languedok, in den Vertrag einschliessen wollte. 2l»cl lman behauptete, daß sie sich ihrer Freiheiten bereits verlustig gemacht hatten, undsie sich ohne alle Bedingungen der Gnade des Königs überlassen mästen. Dochte Richelieu nachher ein, daß sie ihr Leben, ihre Güter und einige wenige Privilegsunter der Bedingung behalten sollten, daß sie den König nach demütigster Abbitte VUngehorsams in ihre Stadt aufnahmen: sie wollten aber vor allen Dingen ihrestungswerke behalten; und dieser Punkt ward vom König schlechthin verworfen. T"seö Umstandes bediente sich Guiton , um seine Mitbürger zu überzeugen, daß man!,völlig um ihre Freiheit bringen wollte, und sie zu bewegen, den Tod der Knechts^vorzuziehen. Die Einwohner bekamen wieder Muth; die Unterhandlung wurde Ebrechen; man rüstete sich aufs neue zur muthigen Vertheidigung, bis etwan die enSsche Flotte erscheinen möchte. .,
Am r 8 Sept. Sie erschien auch endlich diese langst sehnlichst erwartete Hülfe. Es war ei
Eine engt. der schönsten Flotten, bestehend aus 140. Seegeln. Graf Lindsiy war Admiral, h"MineGeafMotton Viceadmiral. Die königllchfranzösische Flotte erwartete die engll!^chelle zu entse- an der Einfahrt des Kanals bey Rochelle. Die Landtruppen standen an den beiden Uschhen. und auf dem Damm. Als sich die englischen Schiffe bis auf einen StückschußAm z. Okt. hert hatten, feuerte man von beiden Seiten mit Kanonen auf einander, ohne HairdS.mein zu werden. Dies dauerte drey Stunden lang. Am folgenden Tag fieng ^Schiessen wieder an, aber mir weniger Hitze und in weiterer Entfernung; und die E^lander sollen an diesen zween Tagen nicht einen einzigen Mann verlohren haben; we>Estens war ihr Verlust sehr gering. Denn Basiolnprerre versichert, die Englandhatten nach ihrer eigenen Angabe über 200 Mann verlohren. .
Statt dieses Spiegelfechtens rieth der Herr von Soubije, mitten durch dDamm zu brechen, und sich zu dem Ende einen Weg durch die französische Schach,eröfnen. Allein, entweder hatte der König von England seinem Admiral geheimefehle gegeben, der Flotte, als seiner stärksten Macht zu schonen, und nur einen aniEliehen Vergleich für die Rocheller zu bcwürken; oder Lmdse? hielt würklichsens Vorschlag für unmöglich auszuführen. Genug, sein Rath wurde verworfen, ^der Wind blicß darauf so widrig, daß die Engländer unthätig liegen bleiben musten.zwischen suchten sie doch einen Vergleich zu stiften. Lord Momaigu, der auf der MAwar, kain nach erlangten Geleitsbricf in das französische Lager, und fand den Kar^".geneigt, mit Rochelle gelind zu Verfahren. Er kam wieder zur Flotte, und stellte ^Admiral von dem Anfang seiner Unterhandlung Bericht ab. Man schickte ihn lv>ein das Lager mit einem teutschen Ingenieur, der Befehl hatte, den Damm zu untekGchen. Dieser hatte damals eine Festigkeit, bey deren Wahrnehmung der Lord und ^Ingenieur alle Hofnung aufgaben, ihn zu durchbrechen. LNoncaigu begab sichdrittenmal ins französische Lager, und hörce von Richelieu den Vorschlag, mitgehung der Rocheller Frieden zwischen beiden Kronen zu stiften. Und dies war ^Engländern wichtiger, als der Vergleich der Rocheller. Von der Zeit an wurden ^