Band 
Neun und dreyssigster Theil.
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207
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29. Buch. Ludwig der Dreizehnte.

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< eprzillens» einen Vergleich mirganz verlassen. Eigentlich war RicbeKeu ^mal -w . befindlichen Hu-

England zu Messen, sondern er wollte nur dre auf der ^ nicht zur ^rledenS-

S-notten mißtrauisch gegen England machen , damtt si er auch unter dec

Vermittelung und Gewahrlersiung^wahlen sollte . O -

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1628

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Eein auf die Gnade des Honigs verliessen, der mehr auf ihre freiwillige Unterweisung,als auf die Vermittelung einer fremden Macht Rücksicht nehmen würde. Dieser Kunst-Srif würkte so viel, daß sowohl die Belagerten, als die Reformirten auf der Hülssflot-te, sich in die Werte um Geleitsbriefe für diejenigen bemühten, die sie als Abgeordnetein das königliche iager schicken wollten. Diese wurden daselbst abgesondert empfangenUnd gehört. Die von der Flotte erhielten zuerst Gehör, und baten um Erlaubniß, nachRochelle zu gehen, um die Einwohner zum Gehorsam zu bereden. Richelieu antwor-tete, daß er mit dem König davon sprechen würde, und machte ihnen gute Hofnung.

Die von Rochelle wurden darauf auch vorgelassen. Sie versprachen, die Stadt zuÜbergeben, verlangten aber dafür, daß man einen allgemeinen Frieden für alle französi-sche Protestanten, unter Englands Vermittelung und Gewährleistung, machen, daßman in dem darüber zu schliessenden Vertrag weder von Gnade noch von Verzeihung re-den; daß man ihnen ihre Freiheiten und Ringmauern lassen, ihren Bürgermeister beyallen Rechten seines Amts erhalten, und ihre Besahung mit allen kriegerischen Ehren-zeichen ausziehen lassen solle. Richelieu lachte über diese Vorschlage, und gab ihnenzu verstehen, daß sich solche Bedingungen so wenig für ihren gegenwärtigen Zustandschickten, daß es unnütz wäre, sie zu untersuchen. Er setzte hinzu, es sey jetzt keinandrer Räch mehr für sie übrig, als zur Gnade des Königs Zuflucht zu nehmen undsich allen Bedingungen zu unterwerfen.

Die Abgeordneten, die hierüber sehr bestürzt wurden, baten den Kardinal, ei- Rochelle ka-rre Fürbitte für sie bey dem König einzulegen, der es ihnen auch versprach. Er schickte pitulirt.sie mit dem Entwurf einer Kapitulation zurück, worinn ihnen das leben, der Genußihrer Güter, die Verzeihung ihrer vorigen Verbrechen, und die freie Uebung ihres Got-tesdienstes zugestanden wurde. Einige Abgeordnete unterzeichneten die Artikel im Na- Am 2 8. Okt,men aller Einwohner. Der König fand nicht für gut, sich selbst zu unterzeichnen, da-mit es nicht das Ansetzn haben möchte, als wenn er mit rebellischen Unterthanen Ver-trage eingienge; und die Marschalle von Frankreich hielten sich auch für zu vornehm, ih-re Namen darunter zu setzen. Die Generalquartiermeister, dü Hallier und Maril,lac, bekamen Befehl, den Vergleich oder die Kapitulation zu unterzeichnen. In diesemVertrag baten dle Rocheller den König um Verzeihung wegen ihrer langen Widersetz-lichkeit und Bewerbung um fremde Hülfe, und um Annahme des gegenwärtigen Ge-hörs ms statt der Genugthuung, indem sie ihre Stadt seiner Willkühr übergaben. DerKönig erklärte darauf, daß er, in Betracht ihrer Reue, ihnen ihre Mißhandlungenverzeihe, unter der Bedingung, daß sie gleich am folgenden Tag ihm die Thore öfnen,daß die Befehlshaber und Edelleute mit dem Degen an der Seite, und die Soldatenwit weissen Stäben in der Hand ausziehen, vorher aber schwören sollten, nie wieder dieWaffen gegen den König von Frankreich zu. führen, und daß die in der Stadt befindli-chen