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29. Buch. Ludwig der Dreizehnte.
Röchelte war nun wohl bezwungen, aber in Languedok hatten die Rcformir^
Ansetzn
Kardin.
chelieu.
Krieg in „och die Waffen in Handen, unter Anführung des Herzogs von Rohan gogcnLanguedok. Prinzen von (Londe und den Herzog von Montmorencr, als königliche Befehlsber. Der Krieg wurde mit mehr Leidenschaft als Vortheil geführt. Die Käthesmarterten und tödteten viele gefangene Reformirte, und Rohan ließ es nicht an ^dervcrgcltung fehlen. Der Prinz von Conde" und der Herzog von Rodan schr^'.die anzüglichsten Briefe an einander. Unterdes eroberten die königlichen Truppeneinige minder beträchtliche Plätze. Richelieu, der von Italien her wichtigere Gesuchte bekommen hatte, ließ eine Armee in Languedok stehen, die er für hinreichend hielt, ^Ausbreitung der Reformirten zu hemmen, bis man sie im folgenden Jahr volle"bezwäng.
des Das Ansehen und die Macht des Kardinals war durch die Eroberung der
Ni- Rochelle noch mehr befestiget worden. Er konnte nunmehr über leine Feinde und 0 ',der triumphiren. Er war völlig Hert über das Gemüth des Königs, wüste gewiß, ^er sich würde behaupten können, war unabhängig von der Königin Mutter, diedoch so hoch gehoben hatte, und besaß unendlich mehr Geschicklichkeit und Einsichten,^der neulich geschaffene Kardinal von Äcrülle und die beioen Manllac, Vertraute ^ser Prinzessin. Er rechtfertigte sein Betragen vollkommen, verachtete die Bemühn"^seiner Feinde, und rüstete sich zur Ausführung eines Entwurfs, dem sie sich heftig^hersetzten, und die ihm dennoch gelang. ,
Streit und Der Erbfolgstreit über die italienischen Herzogthümer Mantua und Mönchs
Krieg über die ist es, von dem hier das Nöthigste erzählt werden muß. Das Haus Gonzaga ^und dein vierzehnten Jahrhundert von dem teutschen Reich mit Mantua belehnt wc^lMvntftrat. Der im Jahr 1530. gestorbene Herzog Friedrich der Er ste hinterließ zween PrEFriedrich den Zwecken, den Kaiser Rarl der Fünfte zum Herzog erhob, und dauch Montferat durch Heurath erlangte, und Ferdinanden, den Stammvaterserst im Jahr i?47. ausgestorbenen Hauses Guastalla. Friedrichs des Zweckszween altere Söhne, Franz der Dritte und Wilhelm, folgten ihm nach eina"^.
in der Regierung ; der jüngste aber, Ludwig Gonzaga, suchte sein Glück in 8 ^,reich, und fand es auch. Denn er vermählte sich mir Henrietten von Cleve, ^Tochter und Erbin Herzogs Franz des Ersten von Revers und Rethel,er sehr ansehnliche Ländereien erlangte, und Pair von Frankreich wurde. Er sta^ ^Jahr ,595, und hinterließ Rarl den Ersten, Herzog von Nevers. -Obgleich die mantuanische Linie sehr stark war, so gieng sie doch durch die Ausschweif",^der Prinzen nach und nach aus, und Vincenz der Zwecke war der letzte von ^den. Der Herzog von Revers war sein nächster männlicher Erbe, hatte also 5 ^'die nächste Hofnung zum Besitz seiner Länder: allein, Spanien oder vielmehr der ^von Olivarez — den fast alle andre spanische Minister riechen zum Vortheil des ^zogs von Nevers — sahe nicht gern Franzosen in Italien, und bewegte densich dagegen zu setzen, und sich des Herzogs von Guastalla, Ferdinands desS^-terr, anzunehmen, der, ohngeachtet der grösser« Entfernung seiner Verwandsthaft/ ^sprach an die Lehn von Mantua und Montferat machte; und der Kaiser, der SprachBeistand wegen des dreissigjährigen Kriegs nöthig hatte, bezeigte sich sehr geneigt,dmanden die Lehn zu reichen; so lebhaft auch verschiedene kaiserliche Minister n"^