Band 
Neun und dreyssigster Theil.
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214 29. Buch. Ludwig der Dreizehnte.

1623 vertrauen sollen. Ueberdieö wollte Richelieu, der die Unentschlossenst seines Heck"kannte, ihn nicht der Leitung der beiden Königinnen überlassen.

„ *629 König Ludwig riß sich also los, und verließ zu Anfang des folgenden Iah^

Am i;.^an. Paus, nachdem er vorher em Ut de Jüstice im Parlament gehalten und zwo Ver^'Minzen hatte eintragen lasten. Durch die eine ertheilte er der Königin, seiner Mutkckdie Regentschaft über dre Provinzen disseitö der Loire. Durch die andre bot er alle"semen protestantischen Unterthanen, welche die Waffen niederlegen würden, eine alN'(Code Mi- meine Vergessenheit der begangenen Feindseligkeiten an. Der SiegelbewahrerHau-) lac wollte bey dieser Gelegenheit auch eine Sammlung von Gesehen und Verordnungregistriern lassen, die unter dem Namen Code Michau bekannt ist; denn er hieß Mchael. Das Parlament that Vorstellungen dagegen; und obgleich das Gesetzbuch ^gistrit wurde, so hat es doch nie in Frankreich gegolten. Die Sachwalter unterstände"sich nicht, es anzuführen; und der Name Lode Michau machte es so gar gewiss

mästen lächerlich.

Am 14. §ebr. Der König fand bey seiner Ankunft zu Grenoble schon die durch den Heck

von Toiras ins Delphinat geführte Armee, die aus 24000. Mann zu Fuß und 25^'zu Pferd bestand. Richelieu folgte ihm nach. Der Herzog von Grteans aber, ^wohl einsah, daß er bey der Armee eine müssige Person vorstellen würde, indem ^Kardinal nicht nur seine, sondern auch des Königs Stelle einzunehmen im Sinn halt"gieng, anstatt zu dem König nach Grenoble zu kommen, in das Fürstenthum Donigdas seiner Gemahlin gehört hatte. Von der Zeit an hielt er sich nicht mehr für Verb""'den, sein wegen der Prinzessin von Gonzaga gegebenes Wort zu halten, und regweiter nach Paris. ,

Als sich der König mit der Armee bey sehr schlimmer Witterung den Alpenherte, schickte er den Kommenthur von Valenzen an den Herzog von Gavoyen, g' den Durchzug durch Piemont und Lebensmittel gegen Bezahlung zu verlangen; dagcks"versprach man ihm die Stadt Trino nebst einem Strich Landes von ohngefahr zwölffünfzehn tausend Thalern Einkünfte, wofern er allen seinen Ansprüchen entsagen wück"Der Herzog stellte sich geneigt hierzu: aber blos um Zeit zu gewinnen und alle Zuga"§wohl zu verwahren. Bey Entdeckung seiner Absichten rückte die Armee fort. Alszu Chaumont ohnweit Susa anlangte, kam der Graf von la Verua im Namen ^Herzogs, um nsit dem Kardinal in Unterhandlung zu treten: es war aber vergebe^'Denn der Herzog von Savoyen versprach zwar, der königlichen Armee alle Zugä"§zu eröffenen, wenn man ihm nur das , was er in Montferat würklich besässe, lass,wollte. Richelieu verwarf diesen Vorschlag als höchst ungerecht, und ließ den ^fen unter mancherley Drohungen von sich. Er hielt hierauf mit den Marschallen ""Lrequi, LaffLmpierre und Gchomberg Rath, und beschloß, die starken ^schanzungen, die den wichtigen Paß von Susa vertheidigten, anzugreifen. Dick ^

Am 6. März. schah von vorn und zu beiden Seiten ; die Franzosen kletterten auf Anhöhen, welche 8her, als die Verschanzungen, lagen, und die die Piemonceser und Spanier fücübersteiglich gehalten hatten. Sie wurden darüber so bestürzt, daß sie nach der ck! .Salve ihre Schanzen und Redouten verliessen. Der Herzog und sein Sohn, derPs.von piemont, waren beinahe gefangen worden. Susa ergab sich am folgendenund Toiras nahm Besitz davon, Mit der sehr festen Citadelle wollte sich der Kack^l