--.Buch. Ludwig öer Dreizehnte. 215
At nicht abgeben; denn er wünschte die ganze Sache schnell zu endigen, um dem Ko- rö-r 9
^ mehr Arffwand zn ersparen und die Armee zu schonen, dre bey der dam^n Wwkerung und 'Abnahme der Lrbrnsmittel nothwendig sehr viel lerden und mehr d chMten einbüffen konnte, als ihr ein Sommerfeldzug bey blutigen Auftritten g l ywürde. Am meisten aber war zu befürchten, daß der Herzog von GavoyMetern Eindringen der Franzosen noch so lang widerstehen könnte, bts Don LNasale würde eingenommen haben.
Rrchelreu schickte daher noch an demselben Tag den Herrn von Seuneterre Vertrag zȟn den Herzog von Gavoyen, um nnt ihm in neue Unterhandlungen zu trete , z Frankr.
^0 der Herzog von Mnnma täglich mehr ins Gedränge kam. Settneterre sie , ^ bgvvyen.
König Ludwig wegen der nahen Verwandschast, als Bruder der Prinzessinr^lemonr, die besten Gesinnungen für Savoyen hege, lind daß er aho dem Herzogdie Wahl zwischen Frieden und Krieg überlasse. Im ersten Fall wollte der Komg dasGeschehene vergessen und seine Eroberungen gegen den Herzog nicht fortsetzen: jedochMit der Bedingung, daß dieser die französischen Absicht, Castle zu entsetzen, unterstetzen, den freien Dnrchzug der Franzosen durch seine Staaten erlauben und sie mit allenNothwendigen Lebensmirteln für einen billigen Preist versehen sollte. Rarl Emanuel,der von den Spaniern nicht nachdrücklich genug unterstützt ward, und die Verwüstungseiner Lander befürchtete, schickte hierauf feinen ältesten Prinzen, Viktor Amadäue,nach Susa, wo er mit dem Kardinal Rrchelreu euren Vertrag von zwölf Artikeln, Ami »März.worunter fünf geheime waren, unterzeichnete, nach welchem der Herzog versprach, denköniglichen Truppen den freien Duvchzug nach Montferar zu gestatten, ihnen um denDiarktpreiß Lebensrnittel zu verschaffen, und die Citadelle dorr Susa nebst dem Schloß^ Francljco in die Hände des Königs unter der Bedingung zu geben, daß nach Voll-jiehung des Vertrags diese Platze ihm wieder sollten eingeräumet werden. Dagegen^sprach der König, den Herzog von LNamua zu bewegen, daß er dem Herzog vonsavoyen in Ansehung seiner Ansprüche an Montferat die Stadt Trino nebst Lande-^eien , die jährlich funfzehntausend Dukaten abwürfen, überlasten sollte. Auch gab derKönig sein Wort, den Herzog gegen jeden, der ihn um dieses Vertrags willen anfein-den würde, zu vertheidigen. ^
, So bald dieser Vertrag dem spanischen Feldherrn Don Lordua war mrtge-WE worden, so hob er aus Furcht, den zahlreichern Franzosen nicht widerstehen zutonnen, die Belagerung von Casale auf. Da er aber nicht sogleich die in Montferatvesetzten Heuer räumte, um vielleicht durch Zeitgcwinnst der Sache eine andre Gestaltru geben; so verursachte dieser Umstand, daß zu Venedig durch dleBemühung des fran- Am 8-^7Mschen Gesandten, Rlaudms von Mesmes, Herrn von Ävaux, em Bündmß Fccmkr.Mhchen Pabst Uroan dem Achten, dem König von Frankreich - der Republick Venedig und^enedrg und dem Herzog von Manrua zn Stande kam, dessen vornehmster Inhalt Mantua-gieng, den Herzog von NTAnrua in dem Besitz seiner Länder zu erhalten, zu ivel»
Am Ende von den drey letzten Mächten, eine Armee von mehr als 40000. Mann ms
«eld gestellt werden sollte; es ward aber dieser neue Vertrag von dem Pabst nichtSMehnsiget. '
Der Herzog von Savoyen glaubte bey diesen Umstanden seinen Vortheil ger^ erlangt zu haben. Als er am letzten März den Vertrag von Susa genehmigt hatte,
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