Band 
Neun und dreyssigster Theil.
Seite
218
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Der mißver-gnügte Herz.von Orleansverläßt denHvf und ent-weicht nachLothringen.

Der Königerklärt denKardinal Richelieu zu sei-nen Premier-minister.

Der Königbegütigt sei-nen Bruder.

Verfolg desKriegs wegender man ma-nischen Erb-folge.

2i8 29. Buch. Ludwig der Dreizehnte.

er sich mit den Marschallen von Bassompierre, Schomberg und Marrllaczu der Königin Mutter, die ihn sehr kaltsinnig empfieng, und ihm endlich sagte, er >§.che sich unerträglich. Der König kam dazu, bewieß ihm öffentlich die lebhaftestenzeichen der Huld und gieng mit ihm in das Kübinet der Königin Mutter, wo derdinal sich über die eben erfahrne Begegnung beschwerte, und um Erlaubniß, sichfernen, anhielt. Die Königin erzählte ihrem Sohn den ganzen Verlauf der Soch /Richelieu gieng in sich, und bat tNaeien in einem mit Thränen begleiteten Scyck..ben um Verzeihung. Allein, bald hernach vergrößerte sich die Uneinigkeit. Die ^'nigin Mutter hatte ihrem ersten Leibarzt Daurrer, der den Kardinal für seinen M"hielt, eine Abrey gegeben ohne Rlchelieu's Vorwissen, worüber ihr dieser starkewürfe machte. Ueber diese Frechheit wurde sie so entrüstet, daß sie ihn der Oberawlherstelle über ihren Hofstaat entsetzte. Doch beredete sie der König, ihm diewieder zu geben.

Da der Kardinal von dieser Seite eine Zeit lang Ruhe hatte, so dacht^ernstlich auf die Abwendung der schlimmen Folgen, welche die zu Anfang des Sepl^bers geschehene Entweichung des Herzogs von Drleans aus Frankreich nach Löchrig,erzeugen muste. Die Königin Mutter, die hauptsächlich durch ihre von jedermann §tadelte Harte gegen diesen Prinzen ihn zu diesem Schritt verleitet hatte, erschrack ^diese Neuigkeit so heftig, daß man ihr eine Ader öftren muste. Weil der Herzog ^nicht unterstand, über den König oder seine Mutter Klagen zu führen, so schüttete ,seinen ganzen Grimm gegen Richelieu aus in einer zu Nanci bekanntgemachten Sch^> 'allein, je mehr man sich bemühte, diesen Prälaten bey dem König zu verläumden, .sto mehr Vertrauen setzte dieser auf ihn. Im November dieses Jahrs gab er ihm ei^neuen Beweiß davon, indem er thn zu seinen ersten Staatsminister erklärte. Unterswurden durch den Düc de Lellegarde und den Staatssekretär BourhillierHandlungen mit dem Herzog von Drleaus angefangen. Sie zogen sich aber so inLänge, daß der König endlich, aus Ueberdruß wegen der ausschweifenden Forderung,seines Bruders, diesem durch Bourhillier ein eigenhändiges Schreiben zuschickte,rinn er ihm die Statthalterschaft der Städte und Schlösser Orleans und Ambosseeine Vermehrung seiner Appanage mit hunderttausend von der Domains Valois z" ^henden Livres jährlichen Einkommens und mit 50000 Thalern baaren Geldes, verspt^.Zugleich aber meldete er ihm, daß die Unterhandlungen sogleich abgebrochen werdenten, wofern er damit nicht zufrieden wäre. Der Vergleich ward im folgenden ^während des abermaligen Zugs des Kardinals nach Italien geschlossen «). ,.

Der Zustand der italienischen 'Angelegenheiten hatte sich seit kurzem sehrdert. Der König von Spanten und der Herzog von Gavoyen hatten beschlossen/,^Vertrag von Susa nicht zu vollziehen, und den ohnehin über diesen Vertrag unw^.

(*) Dieser letztere war bey der Belagerungvon Privas Marschall von Frankreich geworden.

e) Uc-mor>rr -te p, 579 lisg. 1Ue-

, //« D«r v p- 8; lgg. -/e sr.

p. 389 tgg. Uilk> ils Richelieu p. ir;

fg. Diverses pieces pour 1a üekence äs laKo^oe lllere ein Uou^s XUI, isiteL et

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revues par Nsmrs ^

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tres cbrestis?',

Confeilleret Premier Ausmonier üe la

Nere 6e sa KIsjeffe (164z. z ) pa§- ,Vergl. /e P. 6. D. 27. p. 178sstl Griffet Th. 12. S. 532 u- ff-Tl). 8. S. 409 u. ss.

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