Band 
Neun und dreyssigster Theil.
Seite
219
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L9. Buch. Ludwig der Dreizehnte. 219

Kaiser Ferdinand zur thätlichen Thellnehmung an diesen Handeln bewegt. Weil Spa-En nichx sogleich im Stande war, mehr Truppen nach Italien zu schicken; so ließ derzum grossen Vortheil der teutschen Fürsten, die er unterdrücken wollte, zwoin ^hin ziehen (*); die eine unter dem Grafen von Merode sollte sich der Paffel -T^aubündten bemächtigen, und die andre unter dem Grafen Rombald von <Lol-dr, - gebohrnen Venetianer, Mantua belagern. Don Gonzalez von <Lor-

^ war von Mayland zurückberufen worden, und der König von Spanien gab diewtthalrerschaft dem grossen Feldherrn, Marquis Ambrojius von Spinola, dem. an nach grossen Schwierigkeiten vier Millionen Dukaten baar und ansehnliche Anwei-"gen zur Vcrpfleglmg und Vergrößerung der spanischen Armee in Italien mitgab.

. Schnell und unvermuchet hatten sich die Kaiserlichen im Graubändnerland^gebreitet und festgesetzt; und den französischen Gesandten Mestnin bey den Bünd-nahmen sie gefangen. LudwlA schickte sogleich den Herrn von Sabran nachT^en, um Beschwerden über diesen Einbruch zu führen, und den Kaiser zur Beleh-"3 des Herzogs von bNanma zrr bewegen. Gabran bekam zrir Antwort, Man-y? und Montferat mästen, vermöge der bekannten kaiserlichen Dekrete, so lang in^Wahrung genommen werden, bis der Kaiser über das Recht der streitenden Pae-k>en gehörig erkennen könnte. Wegen des gefangenen Gesandten versprach man, daß? ahne Verzug wieder auf freien Fuß gestellt und ihm seine Papiere ausgeliefert werden^uten. Weiter konnte man auch nichts erlangen; der kaiserliche Hof blieb in Ansehung«w ^""tuanischen Sache unbeweglich. Zu gleicher Zeit muste der Marschall von Lre-einig " Herzog von Gavo^cn auffordern, seine Truppen mit den französischen zu ver-Verr , und die Kaiserlichen und Spanier zurück zu treiben, wozu er sich durch dent?n und ^ ^usa verbindlich gemacht hatte. Er behalf sich aber dagegen mit Ausflüch-teilos .^^identigenAntworten; und zuletzt erklärter, daß er bey diesem Krieg par-, und blos die Rolle eines Vermittlers übernehmen wolle,len 2 ll* wahrend dieser Unterhandlungen drungen die Kaiserlichen unter den Genera-ls M und EaUas — denn Lollalro war zu Codi krank zurückgeblieben —Hg ^"Uianische ein, bemächtigten sich verschiedener kleiner Plätze, und bslagerten diedie HDer Herzog hatte sich mit seinen besten Truppen hinein geworfen, undge^^lstrlichen strengten ihre Kräfte fruchtlos an, verwüsteten aber, nach ihrer damali-ffchg wohnheit, das schöne Land, gleich Barbaren. Spinola war inzwischen mit"e N cmffttd Mann zu Fuß und drey tausend zu Pferd ins Montferatische gerückt. Sei-de^ A"cht""Sen schränkten sich aber auf die Städtchen Acqui, Ponzone und Nizza

Wag, ^"glia ein: aber an Casale, wo T-ikas mit drey bis vier tausend Mann lag,»le er sich nicht.

bring. Wahrend der Zeit war Richelieu darauf bedacht, so viel Geld zusammen zul Cb ^ daß davon sechzigtansend Mann unterhalten werden könnten, die in Italien,sM.,, und in einigen mit östreichischen Staaten benachbarten Provinzen stehen

schall ^ Dktober muste der Marschall von la Force mit 18ooo Mann den Mar-reqm bey Susa verstärken. Der König selbst machte sich fertig, mit" Mann nach Italien zu gehen: allein, der Kardinal wüste ihn davon abwendig

Ee 2 zu

^panien^,'" ^ Niederlande muste damals zu° Unterstützung eine Armee unter dem

Grafen von Moncecuculi und Johann vonNassau marschiren.

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