Band 
Neun und dreyssigster Theil.
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Am 24. Nov.

Am ry.Drc.i6zo

(Zulio Ma-zarini trittmif.)

29. Buch. Ludwig der Dreizehnte.

zu machen, indem er ihm vorstellte, die Ruhe des Staats verlange, wahrend derWesenheit des Herzogs von Vrleans seine Gegenwart. Für sich selbst bat er um d*Anführung der Armee, und Ludwig, der beim vorigen italienischen Feldzug ein^ausserordentlich hohen Begrif von der Fähigkeit und Klugheit desselben bekommen haMmachte keine Schwierigkeit, ihm sein Gesuch zu gewahren, und ihn zu seinemralißimus (*) bey der Armee in Italien zu ernennen, und zwar mit so grosser ^walt, daß die Hofleute sagten, der König habe sich nichts vorbehalten, als die Macht/Kröpfe zu heilen.

Mit solchem Ansetzn bekleidet rechte der Kardinal ab, in Begleitung desdinals la Valette, des Herzogs von kNonrmsrenci lind des Marschalls von Schs»^berg, die bey ihm in der Karosse fassen. Bey seiner Ankunft zu Lyon schickte er ^Herrn Servien an den Herzog von Gavs'sen, um ihn zu berichten, daß die kö>vche Armee gegen dessen Gränzen anrücke, um dem Herzog von bNantua zu Hülsteilen, und daß man auf die Vereinigung seiner Truppen mit den französischen recWso wie es der Vertrag von Susa und eine neue durch den Präsidenten von tNonresi^cone, seinem Gesandten, gegebene Versicherung mit sich bringe. Der Herzog laugn^diese Versicherung, und schickte den Prinz von premsnt nach Pont - Bcauvoisin, ^daselbst den Kardinal zu erwarten. Nach manchen, zum Theil unnützen Schwierig^ten, wobey Savoyen nur Zeit zu gewinnen suchte, kainen sie zu Bossolano bey ^sa zusammen und hielten verschiedene Konferenzen. Der päbstlichc Bothschaftercirolls hatte sich vorher schon und jetzt bemüht, wenigstens einen Waffenstillstand Evermitteln. Sein. Sekretar, Julis Mazarim, ein römischer Edelmann, zeigte Dhierbey zum erstenmal, und zwar auf eine für ihn so vc-rthesihafte Art, daß Buchest,bey der ersten Unterredung ungemein grosse Hochachtung für ihn bekam. Allein di^Bemühungen waren fruchtlos. Der Herzog von Gavoyen gedachte einigen Dockst'zu erlangen, und wollte sich nicht ganz für Frankreich erklären, sondern nach den olt^Grundsätzen seiner Staatskunst mit beiden Parteien so lang Unterhandlungen treib^bis ihm eine oder die andre die besten Bedingungen anböte. Inzwischen hatte Rl<^lieu die grosse Absicht erreicht, daß er den Herzog von Savoyen dahin gebracht, ^sale mit allen Bedürfnissen, eine Belagerung auszuhalten^ zu versehen, und da ^Herzog seine Armee nicht zu der französischen flössen lassen wollte und man seine kn>^men Wege näher entdeckte; so beschloß endlich der Kardinal, ihn anzugreifen. 2ll^>Ansetzn nach hatte er vom Anfang her der Sache diese Gestalt gewünscht, weilEmanuel nur noch letzthin dem Herzog von Orleans sichern Aufenthalt zuund seine ganze Armee gegen den Kardinal angeboten hatte; er wäre auch vielleicht^losgebrochen, wenn er nicht um der Königin Mutter willen an sich gehalten hätte/ihn ernstlich gewarner, Krieg zu veranlassen.

Die französische Armee nahm ihren Weg gegen Rivoli, ohne daß dermit seiner ansehnlichen Armee sich widersetzt hätte; sondern er begnügte sich, inManifest Beschwerden über die Krone Frankreich und den Kardinal zu führen.lieu suchte vorzüglich die Gemeinschaft zwischen Piemont und Dauphinck zu erlang

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(*) Dieser Ausdruck wurde damals erfunden, scheiden, die als Generallieutenante unter ^«m den Kardinal Richelieu von den Marschällen dienen sollten»

Lrequi, Schomberg und la Force zu unter-

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