22L 29. Buch. Ludwig der Dreizehnte.
'i6zo machen. Er riß sie auch aus ihrer bisherigen Unthatigkeit zu Pignerol, indem er EAmis. Zul.gegen den Feind anführte, mit dem es bey Veillane zu einem gefährlichen Gefecht
dem weit stärker« Herzog von Savoyen kam, und das fast einzig durch die persönlt^Tapferkeit des Herzogs von Montmorenc», der sich nur allzusehr wagte, zum TSauch durch den Marquis von Effrar gewonnen wurde. Und nunmehr vereinigtedieser Feldherr mit dem bis Chiavenna vorgerückten Marschall von la Force, und ^,bette mit ihm die Stadt und das Marquisat Saluzzo. Herzog Rarl Emanuelmit seiner Armee bis Saviglano, um den Franzosen ein förmliches Treffen zu liefet'Am 26. Zul. allein, er starb daselbst an einem Schlagfluß im 69^11 Jahr seines Alters. Am "shergehenden Tag war der König mit dem Kardinal von St. Jean de Maurienne S'der nach Lyon abgereißt, weil die Pestsich auch in Savoyen auszubreiten anfieng, ^der Kardinal würklich mit einem Fieber befallen wurde.
So grosse Verdienste sich auch Richelieu zuschrieb, daß er Pignerol erob«^den Herzog von Savoyen gedemüthigt und den grösten Theil seiner Lander zu Gr"Sgerichtet hatte; so kostete doch Pignerol — denn dies konnte zuletzt die einzige Frucht °ganzen Feldzugs seyn — der Krone Frankreich viele tausend Unterthanen — einigt!gen fünfzig tausend Mann — und der wahre Zweck war darüber verabsäumt werd"!ja, Richelieu hatte darüber den Kaiserlichen und Spaniern Zeit genug gelassen, ÄStua und Casale anzugreifen.. Denn nachdem die kaiserlichen Truppen zu Ende des ^gen Jahrs die Belagerung der Stadt Mantua aufgehoben hatten, so schloffenTheile einen Stillstand. Diese Zeit benutzte der Herzog von kNanrua keineswegsließ weder die Festungswerke ausbessern, noch überhaupt die Stadt zur AushaltuNgmr neuen Belagerung fähig machen. Die Pest hatte auch unter den Einwohnern Saufgeräumt. Als aber der Herzog den glücklichen Fortgang der französischen Waffe" ^fuhr; so schien er aus seinem Schlaf zu erwachen, und beschloß, nach geendigtemstand Goito anzugreifen, um den zur Vertheidigung von Mantua erforderlichen AN'und Kriegsvorrath zu Wasser erlangen zu können. Die Venetianer unterstützten Swurden aber von dem kaiserlichen General Gallas mit geringer Macht geschlagen/ Smusten ihm das Mantuanische überlassen. Der Herzog wurde in seine Hauptstadt S
ie noch darzu durch ^
geschlossen, und hatte nicht mehr als 700 Mann Besatzung, die
und Mangel täglich vermindert wurde. Ihr Anführer, der Marschall von ErrS.verlangte auf das dringendeste und zu wiederhohlten malen Beistand von den Ve"^nern, die immer viel versprachen, aber wenig hielten. Die kaiserlichen Feldherren Sten bey der Gelegenheit dem Herzog neue Vorschläge, zur Aussöhnung mit demaber Erröes und der venetianische Resident Huzinelll bewegten ihn zu einer fott'Hrenden Hartnäckigkeit. Collalto befahl also endlich den Generalen Gallas und ^triNIer, die übelbewahrte Stadt Mantua zu überfallen, in der sie ohnehin ein 8^Am r 8- Zul. mes Verständniß hatten. Dies geschah in der Nacht zwischen dem > 7ten lind ' ^Die Kaper. Julius, und obgleich die meisten Bürger gilt kaiserlich gesinnt waren; so erfolgte d V^ unmenschlichste Plünderung unermäßlicher Schatze und Reichthümer und eine "p wilden Völkern gewöhnliche Vernichtung der vortreflichsten Kunstwerke. Der HeSchder sich mit Etrees und Buzinelli in das Schloß Porto geworfen hatte, muS Sschon am folgenden Tag ergeben. Er bekam Erlaubniß, sich mit den SeinigM^
Mantua.