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25. Buch. Ludwig der Dreizehnte.
r6zc> des Geldes ersehen. Spinola kam den Festungswerken der Citadelle — denn
ward eigentlich nur belagert —- immer naher und die Soldaten wollten für ihr lebebezahlt seyn. Toiras ließ sein Silbergeschirr einschmelzen; und da auch diese O-"^bald erschöpft war, so ließ Richelieu einen Wechselbrief von lyon in die Stadt br^gen, der auch angenommen wurde. Mein, da der Kaufmann bey den damaligen ll^standen nicht bezahlen konnte ; so ließ Toiras aus einer Kanone i loooo LivreS in vtsverschiedenen Münzsorcen prägen, denen er eben den Werth gab, als wenn sie von V>'der gewesen waren; und der Kaufmann machte sich verbindlich, sie nach der Belagert^für den ihnen beigelegten Werth wieder anzunehmen: dagegen erbot sich Toiras s"Schadloshalrung des Kaufmanns.
Bey allem dem hatte sich doch Casale nicht in die lange halten können. APest, welche die ganze Gegend verheerte, hatte sich auch unter die Besatzung eingeEchen, und der Mangel an Lebensmitteln wurde so groß, daß man mit dem geringen lWkümmerlich bis zum 2zsten September reichen konnte. Der Marquis von Effrarte zwar nach Eroberung des Marquisats Saluzzo den Entsatz der Festung Casale voEschlagen: aber der Herzog von tNonrmorencr und der Marschall von la Force gla>^ten, die Truppen waren zu sehr abgemattet und durch die Pest geschwächt, als daß!'Am 6. Aug. zu einer so gefährlichen Unternehmung gebraucht werden könnten; obgleich LNonrnffrenci die Savoyarden bey Carignan abermals geschlagen und dabey zwey spanische LMmenter, die den stärksten Widerstand gethan, zu Grunde gerichtet hatte. Er erwa^te zuförderst die Verstärkung, die der Marschall vonGchomberg nach Piemonc Ete, und mit welcher er sich bald darauf bey Rivoli vereinigte. Doch Pest und Ansr^sen verringerten die Armee so sehr, daß der Herzog nichts wagen konnte. Die BelErung ward unterdes eifrigst fortgesetzt. Spmola und Toiras liessen gleichsam urn ^Wette ihre Geschicklichkeit, Tapferkrit und Entschloffenhett sehen: aber Totras litt ^allem so grossen Mangel, daß er endlich besorgte, die Einwohner möchten ihn zM ^bergabe nöthigen. Wenn auch Monrmorencl vorrücken wollte, so waren dieyarden und Spanier noch immer stark genug, ihn aufzuhalten. Richelieu ließ dEden Marschall von Marillac mit sieben bis achttausend Mann nebst verschiedenen ^dern Haufen nach Italien aufbrechen, so daß zu Anfang des Septembers beyFranzosen in Savoyen, Piemont und an den französischen Gränzen standen. ^Waffeirstill- Bey diesen außerordentlichen Anstrengungen hatte man den Frieden noch
stand. sihr entfernt gehalten: allein, im Grunde waren alle kriegführende Mächte geneigt/ ^nen leidlichen Vergleich zu schliessen; Kaiser Ferdinand, um alle seine Völkerden mächtigen König von Schweden brauchen zu können, und König Philipp ^Spanien wäre auch gern des Handels los gewesen, da die Folge der Begeben^seinen Wünschen zuwider lief. Ludwig der Dreizehnte nahm den Frieden mit ^gnügen an, so bald sein Bundsgenosse, der Herzog von Mantua in seine Lande e'Asetzt ward. Niemand aber sehnte sich mehr darnach, als der neue Herzog vonyen, Viktor Amadaus, dessen Länder fast ganz entvölkert und verwüstetDieser für die Ruhe Italiens glücklichen Augenblicke bediente sich Mazarini zumschlag eines allgemeinen Waffenstillstandes. Nach Wegräumung vieler SckMech^Am 4. Sepr. ten brachte ihn die Thätigkeit dieses feinen Politikers zu Stande. Er sollte bis ^15 ten Oktober dauren, und vermöge desselben sollten Spmola und Toiras die