29. Buch. Ludwig der Dreizehnte. 225
und ^ Easale in dem Zustande lassen, worinn sie damals waren. Gpr'nola
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in-i^ s'^ Franzosen bis zu Ende des Oktobers Lebensmittel in seinem Lager kaufen lassen;
Clt steten die Spanier die Stadt und das Schloß Casale, die Franzosen aber diebesitzen: doch sollte diese den Spaniern eingeräumt werden, wenn sie vor Ab-u„t- - Stillstandes keine Hülfe bekäme. Gpmola war damals schon sehr krank, undjh>/^chueb den Stillstand nicht, weil er glaubte, seine Feinde hatten ihn befördert, um^ dte Ehre her Eroberung von Casale zu entreißen. Der vielfache Verdruß, denselba^^ bey so mannichfalrigen und unläligbaren Verdiensten theils von den Spaniernso s / ch^ils von dem Herzog von Savoyen erfahren hatte, verstärkte seine Krankheitfvla ^ baß er am rztcn September seinen Geist aufgab. Ganca - Lruz , sein Nach-^ 3 er, bewieß so wenig Wachsamkeit, daß die Besatzung der Citadelle von Casale nachtad''?^ bes Stillstandes viel starker und schöner war, als vorher. Er glaubte, die Ci-Nii/ - dem Ausgang des Oktobers erobern zu können, weil die französische Armeecheb ^ Stande wäre, sie alsdann zu entsetzen, und die französischen Feldherren schmei-,^. ^sich, zu eben der Zeit den Entsatz zu thun, weil sie jetzt ihre Armee gegen PestV"Nger besser verwahren könnten: allein, die Veränderung der teutschen Angele-gter, vereitelte alle diese Gedanken.
h.. König Ludwig war während seines Aufenthalts zu Lyon gefährlich krank ge- Am - r Sept.tx ^n, so daß schon jedermann bey Hof auf seinen besondern künftigen Vortheil dach- Krank-beiden Königinnen vereinigten sich, um die Wegschaffung des Kardinals zu ^
Heike Der König versprach, ihn gleich nach Beilegring der italienischen Angelegen- ej„estar^vra,, ^^er Dienste zu entlassen. Schon hielten die Feinde des Kardinals Rath, wie ke Gähnmgsc^ ih„, verfahren sollte, wenn der Herzog von Grleans zur Regierung gekommen bey Hof.^vürde. Einige stimmten aufffeinen Tod, andere aufjdie Landesverweisung, wie-^bere auf ewiges Gefängniß. Allein, diese Mühe war voreilig und fruchtlos. DerNiaa? entgieng der Todesgefahr, und Richelieu der auf allen Fall Gegenanstalren ge-riet ^tte, ward von aller Furcht befreiet. Ludwig erzählte ihm alle während sei-richij^nkheit eingelaufene Klagen, und riech ihm, sich mit der Königin Mutter auf-- iu versöhnen. Richelieu wendete auch alle Künste zur Erreichung dieses Zwecks"te es aber nicht weiter als zu einer scheinbaren Aussöhnung von kurzer Dauer^htva' ^ suchte sich dabey immer unentbehrlicher zu machen, und richtete sein vor-Eiysu - Augenmerk auf die Unterstützung des Herzogs von Mantua und auf dieKränkung der Macht des Hauses Oestreich.
Se d- Der Kaiser hatte das berühmte Restitutionsedikt ergehen lassen, dem zu Fol- F'^nd dergestauten die seit dem Paffauer Vertrag erworbenen Kirchengüter wieder ab-§,^,^'"ntzrhj. >°uten. Sie weigerten sich; man wollte sie durch die Gewalt der Waffen dazu^brqul? ' bie katholischen Fürsten billigten diesen Eifer des Kaisers: allein, die dabey^lser k " Gewaltthaten und die unumschränkte Herrschaft über Teutschland, die dersche^ der Gelegenheit zu erlangen suchte, verursachten daß die Siege der katholi-derlie^"3ion weniger Eindruck bey ihnen machten, als die Furcht, ihre Freiheiten zu""b sich ihrer Vorrechte beraubt zu sehen. Der staatskluge Kurfürst von3ahr. < l^h dies am besten ein. Daher eben kam es, daß man sich auf dem in diesem*örriische» Kurfärstentag zu Regensburg, weigerte, den Sohn des Kaisers zum
Allc» M wählen, und daß man verlangte, dem trotzigen und tyrannischen
lckl. H.rl.TH. Ff Feldherrn