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Unterhand-lungen ».Ver-trag zu Re-gensburg.
Am i z. Okt.
Würkungenoder Folgendieses Ver-trags.
22 §
29. Buch. Ludwig der Dreizehnte.
Feldherrn wallen sieln seine Befehlshaberstelle zu nehmen. Ferdinand opferte 'Kauch würklich, und zugleich sein bisheriges Glück, den gemeinschaftlichen Klagen ^Katholiken und Protestanten auf.
Alls diesem Kurfürstentag waren nun auch französische Gesandte erschießRarl Brülart von Leon und der listige und heuchlerische Kapuziner p. Joseph (ein Mann, den Richelieu für den geschicktesten Unterhändler erklärte, den er bey ^schwierigsten Vorfällen zu Rath zog, und der damals dem Kaiser ungemein grENachtheil durch seine künstliche Verstärkung des Argwohns der teutschen Fürsten ve^sachte. Brülart hatte Vollmacht, Frieden für Italien zu schliefsen, wenn dasNevers dadurch zum ruhigen Besitz von Mantua und Montferat gelänge, weil daiECasale in der grösten Gefahr stand, verlohren zu gehn. Die angezeigte läge des tck,scheu Reichs und die Ränke des Kardinals von Ri<Helieu bey der Krankheit des 0 ^nigs, beschleunigten dieses Anfangs langsam betriebene Geschäfte, so daß bald dat^zu Regenvburg ein aus zwanzig Artikeln bestehender FriedenssÄ>luß zwischen ^Raistr und dem Röntge von Frankreich in dieser rnamuamscheu Erbfolgefache zu Stande kam. ,,
Vermöge dieses Friedens sollte der König von Frankreich den Kaiser und ^1'sen Erbländer weder mittelbar noch unmittelbar angreifen, und die Feinde des KE,und des Reichs auf keine Weise unterstützen. Der Herzog von Guasialla sollteAnsprüche dem Herzog Rarl von Maurua und dessen männlichen Lcibeserbenten, und dafür Looo Thaler jährliche Einkünfte aus vier Ländereien in dem Herzogth^Mantua ziehen, die ihm mit aller Oberherrschaft und Gerichtsbarkeit sollten angcnEwerden. Herzog Rarl sollte in einem demüthigen Brief bey dem Kaiser um die ^lehnung anhalten, die ihm in sechs Wochen sollte ertheilt werden. Die kaiserlichenmissarien sollten nach der Belehnring den Herzog von Gavoyen in den Besitz derS^.Trino in Montferat und die ihm versprochenen ländereien, ingleichen den Herzog sGuasialla in den Besitz der schon gedachten Ländereien setzen, worauf der Kaiser EVölker aus dem Mantuanischen ziehen wollte, die Stadt Mantua und die Cita^von Porto und Caneto ausgenommen. Zu gleicher Zeit sollten alle spanische Trup^aus Casale, Montferat und Piemont, und alle französische aus eben diesen GegeEwie auch aus Savoyen und ganz Italien gezogen werden, Pignerol, Veillane,
und Briqueras ausgenommen. Der Herzog von Mantua sollte eine mässige ^ ^tzung, die bey den I^achbarn keinen Verdacht erwecken könnte, in Casale legen, ^der Kaiser alle Schanzen in Graubünden schleifen lassen, und diese Völker wieder l»re alte Freiheit sehen. ^
Bey der ersten Bekanntmachung dieses Vergleichs schienen die theilnchmc^sHöfe sehr zufrieden damit zu seyn: aber dies wahrte nicht lange. An dem Wienerwaren viele mißvergnügt darüber. Der Herzog von Mantua beschwerte sich
über die Zergliederung seiner Staaten. Auch Venedig bekam dadurch Ursache^ ^
Mißvergnügen. Der spanische Hof war nicht minder über das Betragen desempfindlich, da dieser ohne dessen Zuziehung den Vergleich geschlossen hatte.treu, der dein Versprechen des Königs zu Folge gleich nach gcendigtem Krieg ^ ^kien entlassen werden sollte, äusserte heftigen Widerwillen. Er beschuldigte
(*) Sein Eeschlechtsnamr War le Llerc dü Teemblai.