Band 
Neun und dreyssigster Theil.
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ras>-k!^ Vertrag, der dem französischen Gesandten gewiß durch eine sonderbare Ueber-märe abgelockt worden, zu unterschreiben. Er unterstützte seine Behauptung^ mancherley Gründe. Mazarmt wollte ihn bewegen, wenigstens den Artikel an-tel LE nach welchem alle Feindseligkeiten aufhören sollten; indessen würden sichMtt-7^", auch die andern Schwierigkeiten zu heben. Schomberg antwortete, wennbi» Stadt und Schloß Casale und ganz Montferat räumen wollten, so sollten

29. Buch. Ludwig der Dreizehnte. 229

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^ Franzosen auch die Citadelle von Casale verlassen, und der Herzog von N ta^nnc,sk ohnehin von seinem Vater zum Statthalter von Montferat ernennt war, so 'inn Meister von allen Platzen in dieser Markgrafschaft bleiben. MazarMl Z'. T°'eser Antwort zu Lollalto und zu Sama-Lruz; beide wurden darüber unschlüssig,Und indessen rückten die Franzosen immer vorwärts. Endlich erklärten sie sich, fl,Menn alle Feindseligkeiten aufhören sollten, so wollten sie die Citadelle sogleich mit rebenö-UUtteln auf ein ganzes Jahr versehen, indem weder der Kaiser, noch der Kdnrg vonManien die Absicht hatte, sich Casale zuzueignen. Mazarini eilte wieder zu Ver schonUty Rocca stehenden französischen Armee, und suchte diesen Entschluß annehmuch zuMachen: aber die Marschülle meinten, Santa-Eruz scheue sich blos vor einem Tref-fen, und sehten also ihren Zug fort. Der Herzog von Savo^en benutzte diese Um-stände. Er versicherte die Marschalle, daß er an Vollziehung der Punkte des regens-burger Vertrags, die Casale und die Belehnung des Herzogs von Manrua betrafen,keinen Theil nähme, und er glaube, daß er durch die ihn betreffenden Artikel völlig mitdem König ausgesöhnt werde; er bäte daher, Tavannes möchte Befehl erhalten, inMernont alle Feindseligkeiten einzustellen. Man bewilligte dies: aber bald darauf er-fuhren die Franzosen aus aufgefangenen Briefen, daß der Herzog einen blossen Zu-schauer abgeben und daß er sich freundschaftlich gegen die Franzosen betragen wollte, wennchr Vorhaben gelänge: wo nicht, so wollte er sie bey ihrem Rückzug vollends zu Grun-richten. Aus eben diesen Briefen sahe man, daß auf Angeben der spanischen Mim->"r einige Artikel des regenöburger Vertrags so abgefaßt waren, daß Spanien die Stadtdas Schloß Casale noch zwey Monate lang behalten könnte. Ferner ward durch7°se Briefe entdeckt, daß der Kaiser Willens war, die in Graubundren besetzten Paffe

öu behaupten, und er deswegen nur versprochen hätte, sie zu verlassen, wem, die Fram

N'n aus Italien wären. Diese Nachrichten bestärkten Schombergen noch mehr,^ zweideutigen Artikel des regenöburger Vertrags nicht anzunehmen, und er langte al-7 Mit der Armee unweit Casale an. LNazarinr kam aufs neue zu ,hm, und meldete,L die kaiserlichen und spanischen Feldherren die von französischer Seite angebotenenBe-L?ungen zwar verwürfen, aber dock hoffe er, daß, wenn Gcdomberg brlkge Vor-

fchvn mehr Zeit zum Unterhandeln, sondern zum Fechten; die Armee wäre

d/r vorgerückt. Mazarim bemerkte hierbei) den guten Zustand und den Muth

d?^Bvsen, und reißte eiligst nach Chivas zum Grafen von Lsllalco, um durch ihnErk»'°. einzuleiten, daß Santa, Cruz die von den französischen Marschällen gethanenfvawm annähme. Lollalro hatte bis dahin sich geweigert, einige Völker zu derArmee stossen zu lassen, welche seit geendigtem Stillstand die Citadelle von? von bielt. Er aeda^r, dir Umikände so zu lenken, dgß

«Nr-« Lruz den Frieden annehmen mäste, damit er m,t semen Völkern nachTeuss^

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