Band 
Neun und dreyssigster Theil.
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2zo 29. Buch. Ludwig der Dreizehnte.

r 6zo land zuräckgehn, und der Kaiser sich derselben gegen den König von Schweden bedien^könnte. Da er nun aber sahe, daß die französischen Feldherren den regensburger Dstrag schlechterdings verwarfen, und die (Spanier angreifen wollten, änderte er st"'Maasregeln. Er konnte nicht zugeben, daß die Franzosen dem Kaiser und der Kr^Spanien Gcsehe vorschreiben wollten; und schickte also dem Marquis von Sackt"Cruz einen Haufen Kricgsvölker. Mazarini hingegen suchte den Grafen zu übeck'den, daß er den Marquis zur Annahme des französischen Anerbietens bewegte, ""mithin Stadt und Schloß Casale, Ponte Stura und alle andere Oertec in Mönchszu räumen, hingegen wollten die Franzosen die Citadelle von Casale dem Herzog ^Mayenne überliefern, und sich nach Pignerol und Susa zurückziehen. LollaltSsich aber in diese Vorschlage nicht ein, und Mazarini reißte in das spanische Lager, ^er gleiche Gesinnungen antraf. Unterdes hatten sich die französischen MarschälleAngris der spanischen Armee bereitet, und Torras halte ihnen das verabredete Zeich"gegeben, daß er zugleich mit einem Theil der Besatzung einen Ausfall thun wollte. tEzarini hörte nicht auf, beide Theile durch alle nur erdenkliche Vorstellungen zur AnnEAm 26. Okt. me seiner Vorschlage zu bereden. Endlich kam er mit einer etwas nähern Erklärungspanischen Feldherrn in das französische Lager. Er fand die Armee in voller Beweg""-und in Schlachtordnung. Gchomberg hatte an demselben Tag den Oberbefehl ""machte bereits Anstalten zum Angrif. Mazarini strengte alle seine Geschicklichkeit ^um endlich zum Zweck seiner so langwierigen und beschwerlichen Unterhandlungen ZUlangen. Gchomberg aber war unbeweglich; je vortheilhafter Mazarini vonVerschalungen und dem Muth der Spanier sprach, desto mehr glaubte er das Geg^theil. Mazarmr eilte also unverrichteter Sachen wieder in das spanische Lager hinül'^und wäre beinahe erschossen worden. Die spanischen Feldherren wurden endlich iEseine Beredsamkeit erschüttert, und nahmen die Vorschläge der französischen Marsch^an: nur verlangten sie, daß Stadt und Schloß Casale, Ponte Stura und die übrig^von ihm besetzten Oertec in Montferat nicht dem Herzog von Maycnne, sondern ein"'kaiserlichen Bevollmächtigten sollten übergeben werden, bis der Kaiser den HerzogManrna belehnt hätte; dieser Bevollmächtigte sollte nur mit seinem gewöhnlichen ^folge nach Casale kommen, und weiter keine Gewalt haben, als der Besatzung dierole geben. Voll von Freude über diese erwünschte Antwort ritt Mazarini schnell ^zum Angrif fertig stehenden Franzosen entgegen. Schomberg hatte zu eben derda Mazarini von ihm geritten war, befohlen, daß die Vordertruppen marschirendie Armee aufbrechen sollte. Schon war das Zeichen zum Angrif gegeben, undFranzosen rückten bis an die spanischen Verschanzungen. Der Marschall von -lac grif schon würklich an, und die andern waren im Begrif, eben dies zu thu»/Mazarinr mit einem Papier in der Hand, das er in die Höhe hielt lind flatternherbeisprengte und schrie: halt, halt, Friede! Friede! Die französischen Sold<antworteten lhm drohend: kein Friede, kein Mazarini ! Einige schössen so garihm, um ihn zur Rückkehr zu zwingen. Kaum vermochten die Officiere sie zurück s ^halten, damit er sicher zu ihnen kommen konnte. Endlich — sagte Mazarini zsiMarschallen — hab'ich die spanischen Feldherrn billig gefunden, und eröfnete >h"kürzlich die vorgeschlagenen Bedingungen. Diese wurden um so leichter angenow^.als die Marschälle wüsten , daß des Königs Absicht vorzüglich auf die Sicherstellung" -

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