2Z2 29. Buch. Ludwig der Dreizehnte.
r 6zo liegenden Fluß gekommen, als die spanische Reutecey erschien: aber durch eine Krl^list wurde diese zu einem Umweg genöthigt, und den Franzosen darüber Frist zuM ^ ,brechen der Brücke und zur Rettung ihrer ganzen Armee gestattet. Man schoßspanischer Seits auf die Franzosen, aber mit geringer Würkung, und auch dersuch, in der nächstfolgenden Nacht über den Fluß zu kommen, war vergebens.
Lruz gieng mit der Armee zurück, nahm Ponte Stuca wieder weg, und schloßvon neuern ein. Bey dem Mangel an Lebensrnitteln und Kriegsbedürfnissen war ihoffen, daß Casale bald würde erobert und folglich der ganze Zug der französischen ^mee fruchtlos gewesen seyn. Mazarini wagte es, auch diese Streitigkeiten beizule^Am -7 Nov. und nach weirlauftigen Unterhandlungen glückte es ihm, einen neuen Vertrag zwW'den Spaniern und Franzosen zu bewürben. Vermöge desselben sollten die Franssh'die Stadt und Citadelle Casale und ganz Montferat räumen, die Spanier eben d>thun lind zugleich gestatten, daß mau dreitausend Säcke Getraid in Casale einbrwö,Am zo Nov. dürfte, die vom Herzog von Gavo^en geliefert würden. Alles dies ward bald dar^'vollzogen. Es war aber noch ein Punkt zu entscheiden. Die Franzosen und Sp^warfen einander den Bruch des vorherigen Vertrags vor; zum Schein übergab man^Pabst die Entscheidung des Streits. Der Herzog von kNayenne legte 1500 ZW'ferater in die Stadt und Citadelle Casale. Gchomberg führte die französische ,über die Alpen, und ließ 10200 Mann in Piemont stehen. Die spanische Armee ^te zu gleicher Zeit Montferat verlassen, und es schien, als wenn so wenigstens dichVertrag völlig erfüllt und die Ruhe, so weit als die bisherigen Vertrage sie ckeföck^.konnten, hergestellt wäre. Allein, ein neuer Streich des Marschalls von Scb^berg und des Herzogs von Manrua erregte wieder Bewegungen. Schomberg ^ >te zum Schein ein in französischem Dienst stehendes Regiment Schweißer verabschied^der Herzog von Mayenne nahm 4 bis 500 Mann davon in den Sold seines Vachund legte sie in Casale. Diese Handlung fiel zu sehr in die Augen. Die Spanier ichKaiserlichen drohten, wieder in das Montferatische einzurücken. Der pabstliche Bchschafter pancrrollo lind der venetianische Gesandte Saranzo legten aber auch düu,neuen Streit auf folgende Art bey: Die Schweißer ziehen wieder aus Casale; der chserliche Kommissar bleibt daselbst; und der Herzog von Manrua legt keine andere ^baren hinein als Montferater, bis der Kaiser dem Herzog die Belehnung ertheilt ha^§Hierauf führte Scbombecg die französische Armee vollends über die Alpen, und ,Spanier und Kaiserlichen zogen sich in das Mayländische, doch so, daß letztere die ^,genannten Oertec im Mantuanischen besetzt hielten. Auf solche Art war doch der ^ ,ttgste Theil des regcnsburger Vertrags erfüllt, ob ihn gleich Frankreich nochnicht annehmen wollte, auch im Grunde der spanische Hof übel damit zufrieden u"daher auch die völlige Beruhigung Italiens in diesem Jahr nicht zu Stande kam 0 - y
f) Relation äes atlaires äs Uantoue, par, äans les Oteerr b c.
1'. r. pa§. 97 - rZo. (Ebenbas. S. 24; u. ff.steht auck der rcgensburger Vertrag Relation
tres-particuIiereäeLS gut s'est patis enstieä-
inont, llepuis ls conunencement äe 1a tre-vs apres 1e tecours, et 1a paix äs
La^al, par N. 1e lVlarecbsl äs ^ 0 '"rür'4. p. r8l-;;4- b.es lleureux progresarmes än Roi tres - obre Kien Rouisau llieämont et Nontkerrat, äepuisäe lulltet 16 zo sulhues au inois /en ia mestue annee, par IVIarguis «Luriutsnäant äes b'inances, . <,)>