Band 
Neun und dreyssigster Theil.
Seite
235
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29. Buch. Ludwig der Dreizehnte. r ;5

!" das Hotel der Gesandten begeben, wo er eine vertraute Unterredung ^ ^nem lub.^?g, Sainr Bimsn, hielt, und wobey dieser dem Komg vcMc , d ^Unternehmungen des Kardinals vollkommen gelungen waren, ""d d b besässen,N'SM vorgeschlagenen Männer bey weitem nicht so viel Verdunst und Fhg^er; es sey zu befürchten, daß die Staatsverwaltung unter ihren HändeMuhenden Zustande, in den sie Richelieu versetzt, rn eine auffallbrachen möchte; und er kenne keine einzige so geschickte Person, die ,

Senheiten des Königs zu einem glücklichen Ende bringen konnte, als ezdereim

SrUeu. Dem König gefielen diese Reden die mit seinen Gesinnungen vM üL-rem,fsimmten, sosehr, daß er dem Günstling befahl, den Kardinal so gleich k i

st Samt Simon verlohr keine Zeit; er schickte auf der ^elle einen E ^

Ueser angenehmen Nachricht an Richelieu. Dieser hatte sich mtt dem K .

Palette eingeschlossen, der rhn lebhaft ermähnte, nach Versailles zu Lehn, h i syder König begeben hatte, und wohin ihm seine Mutter, zu ihrem grossen .1c ch h ,dicht gefolget war. Nun da der Abgeordnete von Sainr Simon dazu kam, g ^Richelieu in eine ausschweifende Freude, und reifite mit dem Kardinal IN eohne Verzug nach Versailles. Dieser erschien zuerst vor dem Komg, um dessen Ge,m-Nunq zu vernehmen, und erfuhr so gleich dessen Neigung für Richelieu, der dann her-eingelassen wurde, die Knie seines gütigen Herrn umfaßte,^und ihm für dre außeror-dentliche Huld, die ihm der beste Fürst, der in der Welt wäre, wtederfahren ließ, denwärmsten'Dank sagte. Und ich, versetzte Ludwig, habe an Euch den neuesten undergebensten Diener, den man finden mag. Ich bin Zeuge von der Ehrfurcht und Dank-barkeit gewesen, die Ihr jederzeit für die Königin, meine Mutter, gehabt tM. Hac-kn Ihr Eure Schuldigkeit gegen Sie aus der Acht gelassen, so würde ich die Hand vonEuch abgezogen haben: aber ich weiß, daß Sie ohne Noth über Euch klagt. Sie hatst von einer Partey einnehmen lassen, die ich schon werde j« trennen wissen. Fahretstt, mir so zu dienen, wie Ihr hisher gethan habt, so will ich Euch gegen alle ftindse-sile Ranke beschützektzeu-

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^cn. — Der Kardinal fiel nochmals auf die Knie nieder, und be-

'Mierte, daß er sich lieber entfernen, als zu der geringsten Uneinigkeit zwischen dem^°nig und seiner Mutter Anlaß geben wollte. Ludwig versicherte ihn aber noch em-seines Schutzes, verlangte dessen Dienste, und befahl, daß er seine Wohnung rm

^ü)loß unmittelbar unter der seinigen haben sollte. ^ . .

Die Königin und ihre Freunde sahen also aus einmal alle dre sussen Hosnun-verschwunden, mck denen sie sich bisher geweidet hatten. Der Tag, an dem diesKah, ward der Tag der betrogenen Hofnung genennet (^). So bald der Sie- ^ ^gewahrer Marillac diesen Vorgang erfahren hatte, hielt er sich und feine Partey. .t.verlehrxm Er wendete einen Theil der Nacht an, seine Papiere durchzusehen, nnv Mgxjgae.te>cnigeu, die ihm etwa nachteilig werden könnten, zu verbrennen, oder sie bey fernenfunden in Sicherheit zu bringen. Hierauf schrieb er einen sehr demüthigen Brief an/v König, worinn er sich die Gnade ansbat, sich wegen seines hohen Alters m Ruh-vsten zu dürfen, und hielt ihn bereit, um ihn demjenigen zu überreichen, der, wre «r aMsenblicke vermuthete, kommen würde, ihm die Siegel abzufordern: allem, er ram^Wit nicht davon. Ludwig und Richelieu hielten ihn und seinen Bruder, den

Gg 2 Marschall,

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