Band 
Neun und dreyssigster Theil.
Seite
238
JPEG-Download
 

2Z8

29. Buch. Ludwig der Dreizehnte.

lözo Nun hatte Richelieu einen ansehnlicheiffTheil seiner Gegenpartei) verniet-

aber es war noch immer genug für ihn zu streiten übrig. Die regierende Königin,tte von Oestreich, war so sehr seine Feindin, als Marie von Medwi. D"Königinnen standen sonst nicht in dem besten Vernehmen. Anne hatte bey ihrerkunft in Frankreich den Vorrang vor der Königin Mutter verlangt, weil sie nachKönig die vornehmste Person im Reiche wäre. Allein, die noch herrschende Körn^hMutter wüste eine ihr günstige Entscheidung auszuwürken. Dies verdroß Annen ^sto mehr, weil sie aus einem weit höhern Hause herstamnrte, als Marie. Ueberha"paber glaubte diese, daß sie, um unumschränkt über ihren Sohn zu herrschen, denmen der Uneinigkeit zwischen ihm und seiner Gemahlin ausstreuen müste. Daher ka«'es, daß Anne Marien lange als die Urheberin des Kalrsinns ihres Gemahls gegen luansähe. Eben deswegen haßte sie auch den Kardinal, den sie als ein Geschöpf der A.nigin Mutter betrachtete, und der nachher durch seine Verfolgung ihr noch mehr Eche gab, ihn zu hasten. Sie beschwerte sich sehr lallt über die Entfernung der Grasdü Fargis, und gab selbst dem König ihr Mißvergnügen darüber zu erkennen: allei iman war schon gewohnt, ihre Beschwerden gering zu schähen s).

16zi Mitten unter diesen Zwistigkeiten des Hofs verfolgte Richelieu seinen

Bund zwü wurf, das Haus Oestreich zu schwächen. Zu Anfang des Jahrs > bz > kam durch

fi-

schen Franke. Unterhandlungen des Baron von Eharnace in dem schwedischen Lager bey Bärlilv"u> Schweden. ^ der neuen Mark ein Vertrag zwischen den Königen von Frankreich und Schn^Am lz.^an. ^ Stande, wodurch dieser versprach, ein Heer von zosoo Mann zu Fuß undzu Pferd in Teutschland zu unterhalten; und Frankreich machte sich verbindlich,jährlich 24OQOO Reichsthaler oder ü, 6800 Livres auszuzahlen. Zugleich ward MiEmacht, daß Gustav Adolf in den eroberten Plahen keine Religwnsänderung »n^nehmen sollte; daß alle Fürsten, die dem Bündniß bcitreten wollten, in dasselbeaufgenommen werden, wenn sie Sicherheit für ihre Vcrharrung bey dem Interessesbeiden Kronen geben würden; daß der König von Schweden, so weit es möglichewürde, mit Bayern und dem katholischen Bunde in Frieden oder doch wenigstensteiloö bleiben sollte, wofern diese Fürsten auf ihrer Seite ein gleiches thun würden. ^Bündniß sollte vom Tag der Unterzeichnung bis auf den roten März r6z6 daure" ^Der Herzog Bald nach dem Schluß dieses Vertrags verließ der Bruder des Königs s.

von Orlecms Hof, und rechte nach Orleans. Seine beiden Günstlinge, le EoiAneuz: und Ejverläßt den laurens, sahen bald ein, daß Richelieu sich eben nicht bemühe, ihnen die verspr^nen Ehrenstellen zu verschaffen. Der König hatte zwar vom Pabst für den Prasst ^

g) A/6«vtt-er «ie p. 626-6z 4. p. z.zr. (Man hat auch eine Ausgabe?,

M-»»o»-er äs tk-iemre l'. 2. p. 22-47. 1649 ohne Anzeige des Druckvrts.)

»-er e/e t c. 1. 1. y. ;6-6o. Alemor- p. 282 1hg. Vergl. /e I'. 6. l>-

»er M Dr,e «1 0--/ee»r y. 1c;<z. A 4 emo»er ,/e ; zo - ^97. /e tt/e-c 1. i. p. 462 1hg-

A^orrer>»//e l'. i- P- 54 1 hg rflc»usr>er « 1 e 1^,7- Th. iz. S. 44 78. Sci)legcl Th-/eF»»- y. 76 - 85- Hilb. Ue Ilisbelieu 4Z2 , 454. ^

p. iz; -147. Ferirar«/ l'. 2. b,. 14, 2;; h- «le /'s»/ p. ;;; 1hg. O»

IH4. /orttrr«/ </e /l/. /e O«c «/e Ar'eäe- ?. 1. z>. 1 1 hg. L« r D 7. p. ZZ5lhg'

Le«, gu'il a kalt äurant le Zrnnä or^s äs 1 *. 2. p. Z41 Ihq. Vergl. ^

^ sour, lärs äes Nemoire^ scrites 1s 6. b.. 29. x. 597 1hg. Schlegel Th- 8'

maln. zä karis 1665. 2 karlrsz in 12.) 1>^ 454 u. f.