29. Buch. Ludwig der Dreizehnte. 241
Ehrerbietung gegen seine Mutter hegte, zu diesem Schritt zu bewegen. P. Io-kph und Achilles de Harlay de Sanci, ein Presbyter Oratorii, musten einen Ge-wiss mit der Entscheidung aufsehen, daß ein König seiner Mutter mit gutem Ge-sa ^ ^ kindliche Ehrfurcht versagen könne, wenn sie seine Regierung unruhig mache;^ "m des gemeinen Bestens willen dazu verbunden sey. Dies erst bewegte denMnhaften König, den Anschlagen des Kardinals zu folgen.
Am folgenden Tag brachte der Herr von la Ville r aup -- Clercs der Königin^ Schreiben von ihrem Sohn, worinn er ihr meldete, er habe sie ohne Ab-sw s Klassen, um nicht den Verdruß zu fühlen, daß er eine ihr mißfällige Bitte anaek/ e thun müssen, nämlich daß sie sich auf einige Zeit in das Schloß zu Moulins be-» den möchte, welches sie selbst nach dem Tode ihres Gemahls, vermöge ihres Vermah-^ugsvertrags, gewählt habe. Marie wüste, aus Beisorge, man möchte sie gar nach^ <men schicken, ihre Abreise von Tag zu Tag unter mancherley Vorwand aufzuschieben,^.^"nterließ nicht, sie eifrig dazu anzuhalten: allein, sie erklärte, nach erschöpftenusftüchten, sie wüste gar wohl, daß es für den Staat eine sehr gleichgültige Sache sey,
, sie zu Compiegne oder zu Moulins lebe; ihre Feinde wollten sie nur zwingen, diesendi zu verlassen, um sie zu kranken, sie würde aber wider deren Willen daselbst bleiben;
sie wollte lieber das Leben lassen, als anderswohin gehn, und eher die allerschmäh-'chste Begegnung und die äussersten Gewaltthätigkeiten erdulden, als Compiegne ver-Mm. Man bot ihr das Gouvernement über Anjou an: aber'sie blieb bey ihremEntschluß.
^ Der Marschall von Basiömpierre war, wahrend des Aufenthalts des Kö-^ in Compiegne, in Paris geblieben, und wurde von vielen seiner Freunde, beson-Herzog Epernon, der ihm Geld anbot, gewarnt; denn man hielt ihn^?und und Vertrauten, ja sogar für den heimlichen Gemahl der Prinzessin vonkleb ^ man nach Eu verwiest, wo sie bald hernach für Gram den Geist aufgab,
sia ^ war er ein besserer Soldat, als Hofmann, der dem Kardinal nicht so steift
e^"l^artete, als er verlangte, der zu freimüthig sprach, und der in dem Verdachtsich A^rnen Verständnisses mit dem Marschall von Marillac stand: allein, sein red-st/.^ ^^kter und die Ueberzeugung von seiner Unschuld erlaubte ihm nicht, sich zu ent-und einen Schritt zu thun, den insgemein die zu-thun pflegen, die sich einessch Gehens bewust sind. Er wollte also seine Ehre nicht durch eine Flucht aufs Spielfän^ ^ gegen seine Redlichkeit Verdacht erwecken konnte, und lieber in einem Ge-E werden und sterben, worinn ihn der allgemeine Ruf für unschuldig erklärte,die Flucht jedermann auf die Gedanken bringen, daß er strafbar wäre. Jn-Tsseb " ^rde er doch wohl anders gehandelt haben, wenn er allen Verdruß voraushärte, den ihm eine zwölfjährige Gefangenschaft in der Bastille verursachte,site äz Bruder des Königs war inzwischen immer noch zu Orleans, und samm-N^,e >, ""d Truppen. Da der Kardinal leicht abnehmen konnte, daß es geschahe,5 " erregen, so schickte er den Kardinal la Valette an ihn, um ihn zuran den Hof zu bereden: allein, er weigerte sich, dies zuthun, so lange seineUiq b Gefangenschaft wäre, und Richelieu alle Herrschaft hätte. Der Kö-
der^ hierauf, sich selbst an die Spitze seiner Truppen zu stellen, und seinen Bru-^ Gehorsam zu bringen. Als er im März gegen Orkans anrückte, flöhe der«"3.W.H.Z9.TH. N-H.2l.TH. Hh Prinz
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Äcr Marsch,von Bassom-pierre kommtin dieBastille.
(Die Primzeßin v. Contistirbt.)
StrengesVerfahren ge-gen den Herz.von Orleansund dessenFreunde.