Band 
Neun und dreyssigster Theil.
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244
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244 29. Buch. Ludwig der Dreizehnte.

r 6z r allein der Kardinal, dem es vortheilhafter war, wenn die Königin Mutter Franksverliesse, als wenn sie da bliebe, ließ sie gern einen, Fehler begehn, der sie vollends ^Grunde richtete. Als sie in Cappclle nicht eingelassen wurde und in dem Königreich kesne Zuflucht wüste, so begab sie sich zu der Znfantin Isäbelte, Statthaltcrin der sp^scheu Niederlande, ihrer Tante, nach Brüssel, mit der sie vorher schon heimlichesterhandlungen getrieben hatte. Sie wurde durch den Marquis von Lrevecoeur, 2 ?.fehlshaber zu Avesnes, eingehohlt und mit vieler Unterscheidung behandelt. Allein, E',re Gemeinschaft mit Spanien diente zu nichts, als die Zuneigung des Königs aufmer zu verkehren und dessen ohnehin starkes Vertrauen gegen den Kardinal noch rEzu vergrössern >)- . .

Beilegung Die Ruhe in Italien war durch den vorjährigen Vertrag noch nicht genug n

der Italien!- festigt. Es musten noch viele Artikel zur Sicherheit des Herzogs von Mantua ""sehen Unruhen zur Befriedigung Frankreichs und seiner Bundsgenossen berichtiget werden. Zu de>durch die Ver-Ende versammleten sich zu Chierasco in Piemont als Bevollmächtigte: der Gelier^rasco ^ wachtineister Baron Matthias von Gallas von Seiten des Kaisers, der Graf ^Zm März. ^ ^scca von Seiten Spaniens, der Marschall von Toiras tind der StaatösekrE' Servient von Seiten Frankreichs. Der Herzog von Savoyen fand sich persöm^dabey ein, und der päbstliche Bothschafter pancirollo nebst Mazarini, der imGkl^de das ganze Geschäft allein betrieb, waren im Namen des Pabsts als Mittler geg^wärrig. Eigentlich aber handelten nur Gallas, Toiras und Servrent mit einarids"indem der Kaiser zugleich für Spanien und Savoyen, Frankreich aber für Vene^'Mantua und die Bündner schloß. ^

Am Z1 März Durch diese Unterhandlungen kamen verschiedene Verträge zu Stande. <

dem ersten trat Savoyen dem König von Frankreich die Stadt und Festung Pignercl ^Piemont auf immer und ewig ab. Richelieu betrachtete diesen Artikel als den west/!,lichsten Punkt der Unterhandlung, den Mazarini noch vor den Konferenzen zu Erasco ausgemacht hatte. Man hielt aber diesen Vertrag sehr geheim, weil man vok^sahe, daß die Abtretung Pignerols an Frankreich weder dem Kaiser noch Spanien als'nehm seyn würde. ^

rkm 6 April. Der zweete Vertrag enthielt 2 9 Artikel, vermöge welcher dsm Herzog von

voyett für seine Ansprüche an Montferat die Stadt Trino und einige Ländereienabgetreten werden, so daß er davon zusammen jährlich statt der vorher versprochn .18ooo Thaler nur 15000 Thaler einzunehmen hätte. Man stellte sich, als wolltedadurch den Vortheil des Herzogs von Mantua befördern; ob man gleich durch ^

i) p. 95 -128.

äe '1'. 2. P. 48-62. sli-moi-

> 1°. 1. p. 60 lqq. Il/emorrei-A y. 6 z 2 - 644.

1. I. p. 58-64. M.

0/»^ , ^voc-it Zenersl en U cour äs

l^rleineiit äekarls 1752. 8-Voll.

in i2.) 1. p. 5 ihq. «'k Itic/ieLe«

l. s. ?. I. p. IIZ Iqq.

l.i. p. 25 tqg. kieees curiealsK ponr Inäsleose äs la Ko^ne Nere än Ito^ trss-

ckrslkien I>ou^s XIII. ?sr äiversen luite äs cslles än 8 ieur äs 8 riint ^( 81 . st a. 2 Voll. in 8 -) 1 - i. P- 5 '^e-5 r. /'s»/ p. 484 - 516 . Uill. äe ^

lisu ygA. 148 - 160 . Newoires

I'bill:. äe Lislislieu 1 . 1 . p. zrz-Z/ 4 '

1 °. 2. U. 15. y. 2Z9-272. Vergl-1 . 6. I,. 29. y. 612-666. I.-766. Griffel Th. iz. S. 8»-n8'

Th. 8. S. 455-471-

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