Band 
Neun und dreyssigster Theil.
Seite
246
JPEG-Download
 

246

29. Buch. Ludwig der Dreizehnte.

IüzI man achtete seine Klagen nicht. Mit Gewalt konnte er sich nicht dagegen sehen /

und

ausserdem war er Frankreich so viel Verbindlichkeit schuldig, daß er sich alles must? g'fallenlassen, und sogar leiden, daß Casale in der Verwahrung französischer Truppsbliebe.

Frankreich Nach der wenigstens dem Schein nach geschehenen Erfüllung aller Artikel d I

reißt Pigner Vertrags von Chierasco gab der Pabst die ihm anvertrauten Geiseln wieder. Denn ^rol an sich. nichts von der Hinterlist des Kardinals, Pignerol zu behalten. Er ließ näml^

mit Vorwissen des Herzogs von Savoyen, einige hundert Franzosen in die CicadUverstecken, als die übrigen dein Vertrag zu Folge auszogen. Da heruach die kaiserlich^Truppen Italien und die Bündner Passe verlassen hatten, suchte der Herzog von ^einen Verwand, den Franzosen die Citadelle zu übergeben; und Servieut, ^sich mit ihm verstand, beschwerte sich, daß der Herzog von Foria ein Regiment 'sche und die neapolitanische Reucerey in Mai-land behalten, 'daß er noch mehr dazuben liesse, und den Vertrag von Chierasco verletzt habe; zugleich erklärte er, daßreich einen Sicherheitsplatz haben müsse, um sich vor allen hinterlistigen Unternehmt'gen zu verwahren, und drohte, da der Herzog von Savoyen sich stellte, als wenn fsich genau an den Vertrag von Chierasco halten wollte, mit einem abermaligen Eu'l^der Franzosen in Piemont. Der Herzog that, als wenn er sich vor dieser Drohltbfürchtete, und verlangte von Fcria Geld und Volk; daß dieser keines von beiden s^cken konnte, wüste er schon. Daher erklärte er, daß er in Ermangelung des gesuch^Beistandes sich mit Frankreich vergleichen müsse. Er schloß auch würklich mit dem

Am 19 Okt. zösischen Gesandten zu Millefleurs einen Vertrag, worinn er versprach, die Partey

Richelieu unterstützt dcFortgang der

Königin Mutter und des Herzogs von tvrleans, die etwan in Frankreich Unruhen/regen würde, weder mittelbar noch unmittelbar zu unterstützen; ferner, den Franze'I^im Fall eines Kriegs in Italien, den Durchzug durch seine Staaten zu erlmtben; ^dem König Pignerol auf sechs Monate in Verwahrung zu geben. Diesem VertragFolge nahmen die versteckten Soldaten Besitz von dem Platz, und Richelieumehr Truppen dahin, ohne daß die Spanier die schon langst genommene Verabred"'^wegen desselben erfahren hatten. Erst im folgenden Jahr machte man einen voinMay datirten und zu St. Germain en laye mit diesem Herzog geschlossenen Vertrag ^kannt, wodurch dieser dem König das Eigenthum von Pignerol abtrat oder vicl>§/.für 494000 Thaler verkaufte. Dadurch ward nun freilich der regeiisburgergebrochen, welchem nach Savoyen Pignerol wieder bekommen und behalten sollte-' ^lein, die durch Schweden sehr veränderte Gestalt des teutschen Kriegs erlaubte von^ten des Kaisers keine Widersetzlichkeit k). ^

n- Denn wahrend dieser italienischen Angelegenheiten hatte auch Richelieu §

n Verbindung Frankreichs mit Schweden fortgesetzt, und so gar dem König

lf

t) lVlsmoires, ooncornnnt 1 'ncgriiütion angehängt. ////?. ^ ^

.-1 ... ... - -

?rAnero1, cl?.ns los stummen

V. i. P- 4z-

riy. ^ool' Als äs I'acczrnütiori Us UlMerolLite par 1e (.par N. aie LM») yt diesenNsmoires beigefügt p. lir - 188. l'rnitksürr l'oxsoution äe In paix en Itnlis Litt üOlieras etc. ist der oben angeführten tM. /»

e-a/1°. 2. L. z. p. 252-291549 sgg. K>i V. 7. P. ;;9 -424V- 6. i?. i. p. 9 kgcz 20 llzg. ;8

vcnhiUer Th- n. S- 19;; 20251°. 6. b,. ;o. p. 766-787IZ. S. I>8-"4. Scklegcl Tl). 8-478. Bertram V. i-. S. i46»r;r»

OctS

gl-

l-

S. 4/