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Einfall derFranzofen inLothringen»
1632
6ken Zanuar.
Vertrag zuVic zwischendem Kön. vonFrankr. unddem Herzogv.Lothringen
248 29. Buch. Ludwig der Dreizehnte.
auch der Herzog von la Valette diese Ehre, indem dessen Herrschaft Villebois in Ästgoumois in ein Herzogthum lind in eineParric verwandelt wurde ">).
Bey allen diesen ausser» Glücksumstanden schwebte doch das Gemüth desK^dinals in steter Unruhe, besonders wegen des Herzogs von Orleans, von dem manfürchten meiste, er möchte mit bewafnerer Hand in das Königreich eindringen und eine»innerlichen Krieg erregen. Richelieu wüste, daß der Herzog von Lothringen de>»Bruder des Königs Truppen versprochen hatte. Der König verlangte, er sollte sich <weder wegen seiner Rüstungen erklären, oder die Waffen niederlegen; hierauf bejMer, seine Truppen lieber dem Kaiser zuzuführen. In seiner Abwesenheit schickte ^chelieu, der kein Freund des lothringischen Hauses war, die Marschalle von laund Schomberg mit einer Armee nach Lothringen, um einige Platze einzunehmendie von den Bißthümern Metz, Toul und Verdün abhiengen, und von denen man ^hauptete, der Herzog habe sie unrechtmassig in Besitz genommen. Darunter gehörtedie Städte Vic und Mayenvic, die man in Ermangelung eines tüchtigen Widerstandsbald eroberte. Ludwig und Richelieu gierigen selbst nach Metz, um in derzu seyn, und den Generalen die nöthigen Befehle zu geben, wie auch den Kurfürst^von Trier zu bedecken, der sich in Frankreichs Schutz begeben und dadurch die Neu^'litat erlangt hatte. Der Herzog von Lothringen kam mit einer sehr geschwächten ^mee nach Nanci zurück, und muste sich den Gesetzen des Ueberwinders unterwerfen. 0kam selbst nach Metz, und unterschrieb den berühmten Vertrag von Vic, wodurch/^versprach, von allen entweder schon gemachten oder noch künftig zu machenden Verb'»düngen, die Frankreich oder dessen Bundögenossen nachtheilig werden könnten, ab^
stehn; ferner, künftig kein Bündniß ohne Einwilligung des Königs zu schliessen; ^Feinde des Königs und alle aufrührische und mißvergnügte Franzosen aus seinem la»zu schaffen; keine Werbungen zu einem Kriege wider Frankreich zu dulden; dem K»»/zu erlauben, daß er in Lothringen alle seine widerspenstige Unterthanen in Verhaft »^
men dürfe; den Armeen des Königs freien Durchzug zu gestatten, sie auf des
Kosten mit Lebensmitteln und Kriegsbedürfnissen zu versehn, und seine Truppen, der
nigstens aus 4000 zu Fuß und 2000 zu Pferd bestehn mästen, dazu stossen zu
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unter der Bedingung, daß der dritte Theil aller Eroberungen, die der König in feM^
chen Landern machen.würde, dem Herzog überlassen werden sollte. Zur Sicherheit ^
Mollziehung dieser Artikel, muste der Herzog von Lothringen die Stadt Marsal - ,ihrem Gebiet dem König auf drey Jahre übergeben. Zur Bekräftigung des ersten ^
tikels muste der Herzog in Geheim allen Verbindungen mit dem Kaiser und dem
von Spanien entsagen, und versprechen, weder dem Herzog von Vrleans noch det^nigin Mutter, noch ihren Anhängern Aufenthalt oder Hülfe zu geben. Hingegen ^sprach Ludwig, den Herzog in seinen Schutz zu nehmen, und für dessen Wohl/ ^für sein eigenes zu sorgen; und dieser Schutz wurde in der Zukunft diesem grossen Hse sehr nachtheilig ->).
in) tle 5 k. k'-r»/ p. 566 fgg. a-/e-»o»'k,s H-
/o» 1 . L. IV I. p. 9 lg. Niid. äe Riolio-
liell ll,. 4. Lbiip. 19. p- 167 sg. Vergl.
/«,- 1 '. 7. p. 1 kgg. Schlegel Th- 8. S. 8z u. f.N) Dr. 6; -70.
5 k. p. 570 fqg. Ulk- ?-
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D 6. ?. 1. p. 18 lq. Vergl. /ezi. p. 75 8; lgg. Griffet Th.
150 >'. ff. Schlegel Th. z. S. 486 «. »'
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