-5. Buch. Ludwig der Dreizehnte. 249
Httzog Rarl von Lothringen war keineswegs Willens, diesen Vertrag zu r6zr
ihn, e '' ^ehon seit geraumer Zeit hatte er mir dem Herzog von Euleans verabredet, Der^Herzoglerne ^ . .
^füllen.
Schwester/rNargareche von Lorhrmgen, TochterdesGrafen volr ^^^^alrdemont zur Gemahlin zu geben; und noch vor Unrerzelchnung des Vertrags von ^
D-c war die Vermähk-ng wüMch vor sich gegangen, vornämllch auf Betre.ben^des L.eb- der Schw-u-r"Ngs püvlaurens der sich in die verwittwete Prinzessin von p
rerhens^- ^ '' ' '
Pfalz bürg, Margasdes Herzogs
Schwester, verliebt hatte, und thöricht genug war zu glauben, er könne auf v-Lothrn-gm.Kerl) ^^hl Schwager seines Herrn, folglich auch vielleicht einmal seines Königs,wic»^' b^nn er sowohl als viele andere Höften, im Glauben an die Astrologie, Lud-der^ -, . Dreizehnte werde bald sterben. Le Loigneux aber widersetzte sich lebhaftbe>, d' dieser Heurath, so lange der König nicht seine Einwilligung dazu gege-
^ h ^r Püylaurens zerfielen darüber: da aber der letztere mehr über dasheim ^ st^es Herrn vermochte, als le Loigneux, so geschah die Vermahlung in Ge-schla "^d vor wenig Zeugen. Der König und der Kardinal wüsten schon lang den Vor-h dieser Heurath. Unter den Papieren des Marschalls von Marillac haktekan g' btefe gefunden, die bewiesen, daß er mit Genehmigung der Königin Mutter dardiese ^"tet ^tte. Der König fragte zu Metz den Herzog von Lothringen wegendhel^ ' er laugnete aber keck, und die Vermahlung blieb so lange geheim, daß Ri-d sehr lang keine Gewisheit davon erlangen konnte, ob er gleich den stärksten Verrle» ^te. Der Herzog von Oxleans hatte sogar hunderttausend lothringische Pisto-daw"c^ Heurathsgut der Prinzessin bekommen. Dieses Geld brauchte er, als er bald Der HerzsgiafsnÜ Vertrag von Vic zu Folge Lothringen verlassen muste, und sich, mit Zurück-^"" Ockansden ss^er Gemahlin, nach Brüssel zu seiner Mutter begab, zur Werbung derTrup- Brüsseldenen er seinen Bruder bekriegen wollte. Seine und seiner Mutter Hofnung u. macht Nü-glücklichen Erfolg, gründete sich auf die versprochene Hülfe des Königs von stunden zu ei-Vvn auf ein geheimes Verständniß mit dem über den Hof mißvergnügten Herzog nemKrieg wi-ll, ^ '^"tmorenci, und endlich auf das Versprechen des Herzogs von Lothringen, ^ seinenhätte "^ch ^lnzufallen, so bald der Herzog von Ärleans einen Weg hinein gebahntle ' schlecht gegründete Hofnung! Dem Kaiser und dem König von Spanien har-drick die Verbindung mit Schweden und mit dem Prinzen Heinrich Friesgenheit Uranien so viel zu schaffen gegeben, daß sie sich nicht um fremde Angele-Eichel" bekümmern konnten; und in Ansehung des Herzogs von Lothringen nahm"ku solche Maasregeln, daß man sich nicht vor ihm zu fürchten hatte °).bor, . ^ach Unterzeichnung des Vertrags zu Vic ertheilte der König dem Bischof Verhaltengekoim, ^zburg und den Gesandten der übrigen katholischen Reichöfürsten Gehör, diebvn waren, ihn um Schlitz zu bitten. Richelieu sagte ihnen, der vom König damaligenbie Abs,^ k <! angefangene Krieg sey kein Religions - sondern ein Staatökrieg, der blos Krieg inder h 1 ^ Habe, dre Macht des Kaisers einzuschränken und die Freiheit des Reichs wie- Teutschland.denc-v? ^ stehe nur bey ihnen, parteilos zu bleiben und dadurch ihre LänderUmfallen der Schweden sicher zu stellen. In der That war auch dies die Ab-v) ' stcht
^ p. izv 5 q-i. ?. 16 lag. 9; saa. Griffet Th. a;. S. 154
^p. 2. p. 1-6 lhc^ ^ L. «. f. Schlegel Th. «. S. 488 u. ff.
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