252 29. Buch. , Ludwig der Dreizehnte.
l sichr des Kardinals bey Gustvs Unterstühung; und dieser König hatte sich ausdrüölich anheischig gemacht, den Fürsten des katholischen Bundes, welche Parteilosigkeit ve'langen würden, dieselbe zu bewilligen. Da es aber schien , als wenn der König ^Schweden dieses Versprechen in einigen Fallen übertreten hatte; so schickte Königwig den Herrn von Lsse nach Teutschland, um einen Vergleich mit Gustav und dskatholischen Fürsten zu vermitteln. Allein, es war schwer, einem Helden durchHandlungen die Hände zu binden, dem nichts widerstehen konnte, und der halb Teull^land erobert hatte. Der ordentliche französische Gesandte bey diesem König, Back >von Lharnace, empfieng gleichfalls Befehl, alle Mittel anzuwenden, um ihn zu e»' !gelinden Behandlung der katholischen Fürsten zu bewegen. Man strickte überdies ^ IMarquis von Brezck unter dem Titel eines außerordentlichen Gesandten zur sch^schen Armee, um die Unterhandlungen des Barons von Lharnace zu unterstüHck'Der König von Schweden behauptete dagegen, die katholischen Fürsten suchten die .teilosigkeit in keiner andern Absicht, als um Zeit zu gewinnen; ihr fester Entschluß, ^!.Kaiser anzuhangen, sey ihm zu gewiß bekannt, als daß er sich durch ihre KunstMkönne blenden lassen. Doch erbot er sich zu einem Waffenstillstand von vierzehn Tag^aber unter Bedingungen, die verworfen wurden. Gustavs Kriegsglück mehrteund mit ihm Richelrc'us Ansetzn, wodurch dieser in der Rache gegen seine Feindekühner wurde p). -
Eben deswegen ließ er sich durch nichts irre machen, den bisher gefangen gsu
Proceß und
Hinrichtung ssuen Marschall von Marillac auf die Blutbühne zu bringen. Vornämlich wlwvon M^r'ü^ ^sien diesen unglücklichen Herrn seine unerlaubten Mittel, Reichthümer zu erwerben, ^- ^ > c"- sEe Anhänglichkeit an die Königin Mutter und an den Herzog von Drleans, ge^Durch seine Hinrichtung wollte der Kardinal den übrigen Freunden dieser Partey AlEeinjagen. Weil aber der Proceß desselben zu Verdün weder geschwind noch Vortheilsgenug für den Kardinal gieng, so wurde er nach Rüel, einem dem Kardinal gehörtSchloß, verlegt und die Anzahl der Richter bis auf 24 vermehrt. Marrllac verlaste zwar, als Marschall von dem Pariser Parlament geprüft zu werden und machte sckke Einwendungen gegen einige seiner Richter: allein, er konnte jenes gar nicht erlangund von diesen ward nur ein einziger, der ehedem eine Schmähsch ist wider ihntiget hatte, ausgeschlossen. Die Richter brachten zween volle Monate mit derfung der Jnquisitionsakten zu, aus denen nun sieilich erhellte, daß er höchst unerlau^französischen Bürgern und Soldaten nachtheilige Gelderpressungen verübt habe: da ^doch der größte Theil der Kriegsbefehlshaber eben solche Unordnungen begangen hattenoch begienge, so betrachtete sie die Welt weder als peinliche Verbrechen, noch als ^re Diebstähle an dem König. Daher berief sich Martllac beständig auf seine UnsEaob er gleich nicht alle Beschuldigungen völlig läugnen konnte. Seine Richter waren S,verschiedener Meinung. Zwar stimmten sie alle darinn überein, daß er würkliche ^ .untrcuungen der gemeinen Gelder, Erpressungen lind Betrug habe zu Schulden kow"lassen, daß er falsche Quittungen untergeschoben und die Unterthanen des Königs ^
p) Ä. p- 587 ßgg. 1'. 7, pgA.
449 lqq. contin. 1'. z.
l'. i. P. 6s. -i„ch !ücrist der (.1. r/. 2. i6zr) so
wie bey allen bisher erzähltennachzulesen Bergt, /e 7.
-8 lqq- Griffet Th. i;. S. ir; »gek Th. 8. 'S. 489 u. ff.
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