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29. Buch. Ludwig der Dreizehnte.
1632 Als der Herzog von Orleans auf diese Art den Beistand der lothringer
Der Herzog kehren muste, so rückte er unter Spaniens Begünstigung mir einem Haufen zusamt,von Orleans Truppen in Burgund ein, wo er in einem Manifest erklärte, daß er in Fch"'
rein 'ein E reich einrücke, um sich mit gewafnerer Hand den verderblichen Anschlagen des KardttbhAm i z Zun. von Richelieu zu widersetzen, den er einen Stöhrer der öffentlichen Ruhe nenntt,nen Feind des Königs und des königlichen Hauses, einen Verschwender der Staats,künfte, einen unbefugten Besitzer der besten Platze des Königreichs, einen Tyrannenler Standespersonen, sa des ganzen französischen Volks. Er ermähnte alle rechts^fene Franzosen, sich mit ihm zu vereinigen, und versicherte, daß er alle diejenigen,?'sich seinem heilsamen Vorhaben, mittelbar oder unmittelbar, widersetzen wollten,Feinde des Königs und des Staats halten würde, und daß sie als solche mit Gesangsund andern Strafen sollten belegt werden, wenn sie in seine Hände sielen.
Die Anhänger der Königin Mutter und des Herzogs von Orleansdieses Manifest würde ganz Frankreich wider den Kardinal aufbringen: alleinkannte die Gemüther bester. Die meisten Franzosen waren überzeugt, daß der Her»nicht so viel Macht hätte, als nöthig war , der Gewalt des Königs zu widerstehen,daß alle seine Lieblinge nicht so viel Klugheit besässen, daß sie den Staat regierenken. Die Ankunft des Herzogs verursachte also keine Bewegung im Königreich. ^Herzog von Lothringen hatte ihn zu diesem Einbruch gerecht, in Hofnung, sein Uwerde den König zur Zertheilung seiner Macht nöthigen, und daß er alsdann besserWiderstand würde thun können: allein, er betrog sich in seiner Erwartung. DennKönig behielt alle seine Truppen so lange beisammen, bis der Herzog von Lorhringstden Vertrag von Liverdün geschlossen hatte; und den Herzog Gasts ließ man in Fra^reich eindringen, und stellte sich, als wenn man gar nicht darauf achte. Seine Tr»fpen bestanden aus einigen Regimentern teutscher, lüttichscher und neapolitanischer ^kerey; und der Rest aus einem Haufen Kroaten und leichten Truppen, die Donzalez von Lsrdua dem Herzog von Orleans gegeben hatte, und die man mitfür Auswürflinge der spanischen Armee hielte. Der Herzog von Orleans nennteGeneralstarchalcer des Römgs zur Abschaffung vcr von Richelieu in ^Staatsverwaltung gestifteten Mißbrauche und Unordnungen. ..
Bey dem blossen Gerücht von seiner Ankunft flüchteten schon die Landleuttdie Städte. Seine Armee fand überall nichts als Dörfer ohne Bewohner lind vessakne Häuser, worinn weder Geräthe noch Lebensmittel waren. Indessen hatten seinepen doch Unterhalt, weil die königlichen noch in Lothringen gebraucht wurden und ff' k?also, ohne Besorgniß eines Ueberfalls weit ausbreiten konnten, wobey sie aberliehe Ausschweifungen begierigen; selbst die Franzosen beobachteten keine Mannsz><Die Stadt Langres verschloß die Thore, Dijon schickte den Brief des Herzogs .er allerhand Forderungen that, uneröfnet an den König. Hierauf schrieb deran das dortige Parlament einen Brief voll von Bitterkeit und Drohungen, undte, daß er die Landhäuser der Präsidenten und Räthe würde anzünden lassen, we>'"'nicht die Bürgerschaft zur Lieferung der verlangten Lebensrnittel anhielten. Dierhore wurden geschlossen; die Bürger, 8000 an der Zahl, ergriffen die Waffen; ^Stücke wurden auf die Wälle geführt, und diese noch besser befestigt. Reuter des H -zogs steckte«, die Vorstadt St. Nikolaus an, und es brannten dreissig Häuser ab- ^