Band 
Neun und dreyssigster Theil.
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257
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29. Buch. Ludwig der Dreizehnte. 257

^^irs bey der Armee keinen Rang gäbe, und daß er folglich künftig nicht mehr er-^ ^n dürfe, den Oberbefehl mit ihm zu theilen, wofern er nicht eine Würde annäh-bew ^ Pu' Vater lange vorher, ehe er Konnetabel geworden, bekleidet hatte. Diesy e^ihn, den Stab anzunehmen, in Hofnung, dereinst Konnetabel oder doch Ge-er ^ ^'st^^schall zu werden. Indem er auf eine Gelegenheit hierzu wartete, betriebtvel ^ ^^erherstellung der Stande in Languedok und die Widerrufung des Edikts,rinn ^"^ch Es in den Provinzen angestellt werden sollten. Ihm widersetzte sich hie-be?^ Marschall von Effrar, als Oberaufseher der Finanzen, der seit dem Gefechtein, Eane in Piemont sein geschworner Feind war: dennoch glaubte Richelieu zugen n^ Genugthuung gegen Monrmorenci verbunden zri seyn, und den schlimmen Fol-Ui,r ^"beugen, die das allgemeine Mißvergnügen einer grossen Provinz zu einer soAfr verursachen könnte. Auf seine Veransialtting musten der Herzog und

sp/'!^k einander in seinem Landhause zu Bors le - Vicomte antreffen; Richelieu ver-Rücksicht auf die Forderungen der Langi-edoker zu nehmen, und bat die beidenihm zu Liebe von nun an in gutem Vernehmen zu leben. Einige Tage hernachdie ^schlössen, statt der Elüs Kommifsarien in jeder Dioces zu bestellen, und daßse y.^^glichen Pachter auf Kosten der Provinz sollten entschädigt werden. Durch die-^ Auskunft gewann der Herzog dasVerlohrne wieder, und die wieder hergestellten Trän-^ktnlen ihm wie vorher Geschenke bewilligen. Es waren damals Abgeordnete aushern^°E am Hof: weil sich aber ihre Vollmacht nur auf die blosse Bitte um Wieder»halt der Vorrechte Languedoks erstreckte, so getrauten sie sich nicht den vom Statt-r,eh^. getroffenen Vergleich ohne Beistimmung derer, die sie abgeschickt hatten, zu ge-Der Schluß des Vergleichs ward also bis zur nächsten Versammlung der^rwai ^ der König erlaubte, verschoben. Der Präsident Mrron und der Finanz-lich as^Abmert hatten Befehl, ihr im Namen des Königs beizuwohnen und so güt-geschall einen Handel beizulegen, für dessen Folgen sich der Hof fürchtete. Diesho,, vorigen Jahr nach der Encweichung der Königin Mutter und des Herzogs

derla»g. Nunmehr dachte LNontmorenci auch auf seine eigenen Angelegenheiten, undStadt ^ stelle eines Generalfeldmarschalls nebst dem besondern Oberbefehl über diegange Zitadelle Montpellier. Er schmeichelte sich, Richelieu, an besten Unter-en unt?"^ eifriger gearbeitet wurde, würde es nicht wagen, ihn, als einen mächti-ge Mi ^ Ehrlichen Herrn, vor den Kopf zu stossen. Allein, nicht zu gedenken, daßriiochk/)?^'auf Erniedrigung aller grossen Herren im Königreich bedacht waren, sooder ^Tn Eslieu selbst gern die Armeen kommandiren, entweder in eigener Person,gkgsaw ^ ganz ergeben waren; und Montmorencl war nicht

schea. ^ blinde Abhängigkeit von der Willkühr des Ministers zu ver-

Sern ves Oberbefehls zu Montpellier wollte man ihn auch nicht

S-in.H-fn.mg «--schwnnd °,s°, „nd -r sah -in, wß^ sich dpn Viarschall würde bleiben lassen; und nun reuete es ihm auch, daß

»rniebrt- Ahnuralswurde begeben hatte. Der Verdruß, sich hintergangen zu sehen,gegen Richelieu, der ihm die Würde eines Admirals und eines^ksslmus der Landtruppen listig entzogen hatte.

N-H.-r.TH.

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