Band 
Neun und dreyssigster Theil.
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29. Buch. Ludwig der Dreizehnte.

Voll von Grillen und Mißvergnügen kehrte er zu Ende des Oktobers im vo^gen Jahr nach Languedok zurück. Die Stande versammleten sich zu Pezenas, undVerdruß wuchs dabey eben so stark, als die Beschwerden der Provinz. Miron, u"von den königlichen Kommissarien, riech, die Gemüther durch Aufhebung der Elüs i,besänftigen: allein, Hemeri, sein Kollege, der den heimlichen Befehlen, die ihm Elstar schickte, folgte, widersetzte sich aus allen Kräften Mrrsns patriotischen Absich^handelte dem Herzog von Montmorencr in allen Stücken zuwider, und schickte nEtheilige Berichte von ihm an den Hof. Effrat also, nicht aber Richelieu verwehdes Herzogs Mißvergnügen; denn dieser suchte ihn aus Staatsklugheit immer zunen und ihn immer noch zu vertrösten: jener aber glaubte, der Herzog dringe blosseines eigenen Vortheils willen so sehr auf die Widerrufung des öfters gedachtentes, und der König dürfe nicht gestatten, daß die ohnehin mit Auflagen beschwerten^guedoker noch ihrem Statthalter zur Unterhaltung seiner üppigen Pracht beisteuren solls^Marie von Medici und ihr jüngerer Prinz erfuhren bald die Lage deszogs und der languedoker. Ihre Hofnung erlangte dadurch Nahrung; sie sannen ^die Errichtung eines geheimen Verständnisses mit dem Herzog. Der vorhin gedachtBischof von Albi muste den Grund dazu legen, den Herzog an sein ehemaliges Verst^.chen erinnern, dem zu Folge er dem Herzog von Grleans bey vorfallender Gelegen^einen wichtigen Dienst leisten wollte, und ihm vorstellen, daß nun eine solche GeE,heit, die nicht schöner seyn könnte, vorhanden wäre. Der Bischof grif ihn auf der ^te des Ehrgeitzes an, und fand überhaupt günstige Augenblicke genug, den Herzogszunehmen, der jetzt noch mehr gegen Richelieu erbittert war, da man das auf feinettreiben gethane Versprechen den Languedokern auch nicht hielt. Zwar suchte S^,heikles, ein Edelmann aus Limousin und Vertrauter des Herzogs, ihn durch diekünftigsten Vorstellungen zurückzuhalten: aber der Bischof Elbene hinderte die ,küng derselben; und Goudheilles wurde dadurch von dem Herzog entfernt, daß nAihn nach Paris schickte, unter dem Vorwand, die Bewegungen des Hofs in derzu beobachten und die Erfüllung des der Provinz gethanener! Versprechens zu betreib'Zugleich schrieb der Bischof von Albi nach Brüssel, er verzweifle nicht, den Herzog ^gewinnen, wofern nur der Herzog von Vrleans im Stande wäre, mit einer etwas ^trächtlichen Macht in das Königreich einzurücken. Gasts schickte sogleich den .von Elbene, Neffen des Bischofs, an Msntmorenci, um ihn zu versichern, ^er in Begleitung von 2000 Pferden kommen, daß der Herzog von Lothringen st'7^Eintritt in das Königreich durch 15000 Mann begünstigen werde, daß viele ftanZ^sche Herren bereit waren, sich für ihn zu erklären, und daß der König von Spanienne mächtige Hülfe durch Roussillon wolle herbey rücken lassen. Der Vertrag des ^bck fand Eingang. Richelieu, der Trümer von den Unternehmungen seiner Feinde Lte Nachrichten hatte, fieng an zu besorgen, Msntmorenci möchte sich mitverbinden und eine mißvergnügte Gränzprovinz in Bewegung bringen. Er scheid da-selbst und ohne Genehmigung des Königs an den Befehlshaber zu Montpellier, ^quis des Fsstez, und an Hemeri, sich des Herzogs, der sich oft zu Montpellierfugte, auf irgend eine Art zu versichern. So gefährlich nun auch der Auftrag fäose beiden Männer war, so machten sie doch einen Anschlag, der vielleicht auch goluNd^wäre, wenn sie nicht einer von den Mitwissenden verrathen hätte. Andere sagen,