Band 
Neun und dreyssigster Theil.
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L 6 O 29. Buch. Ludwig der Dreizehnte.

i6z2 den Herzog zu besuchen , und beschwur diesen, er möchte doch sein verwegenes Dorh^den recht ernstlich überlegen. Dieser ertrug gelassen den ungestümmen Eifer eines Dstners, besten glite Absichten und Treue er unmöglich verkennen konnte; erlaubte ihm wgar, an Richelieu zu schreiben, und ihm einige Hofnung zu geben. Dieser antw^tete, der Herzog sollte alle Genugthuung erhalten, die er nur immer verlangen wü^wenn er nur seiner Verbindung mir der Königin Mutter und dem Herzog von Drleat>entsagen wollte. Allein, nun konnte Nltotirmorenci nicht wieder zurücktreten; bsto war schon in Burgund eingedrungen und zog auf languedok zu. Gern war' er Kzu der von Montmorenci bestimmten Zeit in Brüssel geblieben, wenn ihn nicht ssHerzog von Lothringen so heftig zum Einfall in Frankreich gereiht hatte: doch ^Gasts nicht, und bemühte sich, den König ungewiß zu machen, ob er sich gegen ^nenne oder gegen eine andere Provinz wenden wer e. Man riech dem HerzogMontmorcnci, sich dieser Uebereilung des Herzogs von Grteans als eines Vorw^hdes zur Rücknahme seines Versprechens zu bedienen, weil dieser Prinz das seinige rEgehalten hatte. Dies beunruhigte den Bischof von Aldi und seine Freunde so sehr, Msie ihre Zudringlichkeiten verdoppelten, und den Herzog antrieben, die Versammlung^Stande zu schliesset,, indem der Herzog von Orleans wider seinen Willen vor der

stimmten Zeit seine Unternehmung habe anfangen müssen. tNontmorenci konnte

nicht überwinden, sein Wort zu brechen, und einen Prinzen, der, im Vertrauen auseinen Edelmuth, sich 'mit wenig Truppen mitten ins Königreich gewagt hatte, zulassen, und versprach also aufs neue, den Herzog von Orleans in Languedok aufzutEmen, brachte es bey den Standen dahin, daß sie ihn unterstützten, und sprach bEHerausgehn aus seinem geheimen Rath zu Soudhcilles: Lieber Freund! es t>geschehen; nun helfen keine Vorstellungen weiter. Gut, versetzte derSchmerz durchdrungene Patriot, weil Sie dann Ihren wahxen Vortheildas ILVohl ihrer Freunde und Diener hintansetzen, so bedenken Sie weNÄstens, daß G»e eine Provinz, die Ihnen jederzeit besonders am Herzen laKverliehren. Zwo brs dre'y Armeen werden sie von allen Seiten verwüst^Befürchten Sie denn nicht, daß man Ihnen dereinst alles Unglück, ^diese Provinz unausbleiblich treffen wrrd, vorwerfen werde? Monrttchrenci schien durch diese Vorstellung gerührt zu seyn, blieb aber doch bey seinemMuß. Nicht allein seine Ehre schien ihm darunter zu leiden, sondern er hatte sichüberzeugt, billige und unparteiische Personen würden ein Unternehmen, das blos ^die Errettung der Mutter und des Bruders des Königs abziele, unmöglich tad§könnnen. ,

Als der Erzbischof von Vlarbonne, Hemeri, Miro« und Verders^,fortfuhren, dem Herzog bey den Standen entgegen zu arbeiten, so riechen der B>Evon Albi und einige andere dem Herzog, sich dieser vier Männer zu versichern.gleich gab er Befehl zu ihrer Gefangennehmung. Bringt mich hin, sagte der ^bischof, wohin ihr wollt, der Ronig wird mich doch finden. Anfangs bra ^te man ihn in das Schloß bey Pezenas, am folgenden Tag aber übergab man ihn ^Bischof von Agde. Miron, überzeugt, daß Montmorenci keine GewaltthN ^begehen fähig sey, bewieß sich eben so standhaft: Veederonne hingegen, nochaber Hemeri, wurden kleinmüthig. Sobald der Erzbischof von ZIgrbonne