Band 
Neun und dreyssigster Theil.
Seite
261
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29. Buch. Ludwig der Dreizehnte.

^glichen Kommissarien entfernt waren, erhielt der Herzog von der Versammlung derStande, deren Präsident nun der Bischof von Aldi war, eine Berathschlagung, bey

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lhrer^ öat, sein Wohl mit dem Wohl der Provinz unzertrennt zu vereinigen; siewollten eben dies thun, um gemeinschaftlich zum Dienst des Königs unddem des Vaterlandes arbeiten zu können. Vierzehn Tage hernach erklärte das

gefae Schalter sich widersetzende Parlament zu Toulouse, die in jener Berathschlagunggen - " Schlüsse für aufrührisch. Überhaupt gieng es wie bey allen bürgerlichen Krie-' Man schlug sich erst mit der Feder, ehe man zum Degen grif.

A. Zu Anfang des Augusts kam der Herzog von Drleans zu lodeve, der ersten Vereinigungöerak "tansuedok, Er ließ sogleich den Herzog von Montmorenci begrüssen, Herzogedviine Unwlllen über die voreilige Eiurückung in das Königreich nicht verbergen Montmoren-

schaff ' und sich den Untergang prophezeite. Obgleich, sagte er, meine Absichten recht-ci. Zhr Un-^"d, lind ich keine dem Dienst des Königs widrige Gesinnung hege, so weiß ich stern.b)i^> ^ daß meine Feinde ihn so wider mich einnehmen werden, daß er mich nie

den I **ürd sehen wollen.^ Bin ich unglücklich, so werde ich zuchem König von Schwerdc>Nn " ^ der mir eine Stelle bey^seiner Armee nicht versagen wird. >— Er selbst er-3en a- erst seine in manchen Stücken begangene Unvorsichtigkeit. Vor allen Din:hatte er sich der Citadelle bey Montpellier bemächtigen sollen; dies wäre vorher leichtnun aber, da er den Befehlshaber, Marquis des Fosiez, durch Verspre-kyn ^ ^nes Marschallstabs, den doch weder er noch der Herzog von Örleans ertheilendvn»^ gewinnen wollte, fand er kein Gehör. Ferner hatte er sich der Stadt Nar-ber. Gehern sollen, deren Erzbischof er nun wieder los ließ, der dann die Narbon;

su gewinnen wüste, daß sie sich nicht für den Herzog von Örleans erklärten. Diekex Mutter hatte sich Hofnung gemacht, der Herzog von Epernon, Statthallbenachbarten Güyenne, würde sich für ihre Partey erklären; wenigstens Hüt-er ^sttmorenci zeitig die Gesinnung seines Freundes erforschen sollen: aber das thatryj^lpät, und erfuhr dabey, daß dieser alte erfahrne Herr, sich nicht in diese Händel^gen Ü ^Ue. Auch die Protestanten liessen sich auf keine Weise bewegen, ihre Treuesie»König zu andern. Endlich hatte Monrmorencl bey seinem Haushofmei-derA ^ris 500200 Livres liegen; anstatt sich dieser beträchtlichen Summe gehörig zuließ er dem Kardinal Richelieu Zeit, sie wegzunehmen. Unterdes kamsich "ach Languedok, ohne so viel zu haben, als zur Bestreitung des Aufwandes fürtetz""ostin befolge nöthig war; Monrmorencr mustefür ihn borgen. Es gab Leu-^^achiavellö Brüt, die ihm allerhand gewaltsame Mittel an die Hand gaben,

^echfj Zutreiben: aber sein Gemüth war zu edel, als daß es Grausamkeiten und Un-zeiten hätte erlauben sollen.

le-ug Die Marschälle von la Force und Schomberg waren dem Herzog von Dr- -^ verschiedenen Wegen nachgefolget, um ihm zuvorzukommen und ihn von !an-Akte,, Zuschneiden: aber sie konnten ihren Zweck nicht erreichen. Beide Feldherren^igs ^ äusserstem Widerwillen den Auftrag, gegen den einzigen Bruder des Kö-5 ^sfen f^muthlichen Kronerben zu Felde zu ziehen, angenommen. Frel er in einem> Karv' konnte man sie vielleicht deswegen belangen. L.a Force, weniger Freund-°l>iey g ^"als, als Schomberg, machte die grösten Schwierigkeiten, und verlangteGlücklichen und klaren Befehl über das Verfahren, das der König gegen seinen

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